Im Juli 2010 erhielt Sarah eine private Nachricht bei wer-kennt-wen. “Hallo hübsches Fräulein”, schrieb der Absender. Sein Foto machte Sarah sofort neugierig. “Er war genau mein Typ, also... Weiterlesen
Im Juli 2010 erhielt Sarah eine private Nachricht bei wer-kennt-wen. “Hallo hübsches Fräulein”, schrieb der Absender. Sein Foto machte Sarah sofort neugierig. “Er war genau mein Typ, also schrieb ich ihm natürlich zurück”, erzählt die junge Frau. Schon wenig später gingen unzählige Nachrichten hin und her. Es war spannend, sich mit Thomas, so hieß der Absender, über ‘Gott und die Welt’ zu unterhalten. “Mit jeder Nachricht spürten wir, dass da mehr zwischen uns beiden war.”
Irgendwann tauschten die beiden über wer-kennt-wen ihre Telefonnummern aus. Die Gespräche wurden immer länger und häufiger, bis Thomas endlich die Initiative ergriff: “Wollen wir uns nicht mal treffen?”, fragte er. Doch Sarah war hin und her gerissen. So sehr hätte sie sich gewünscht, Thomas bald zu treffen, aber die beiden trennten nicht nur 370 Kilometer, sondern auch das Geld. Da sie zu diesem Zeitpunkt auch noch arbeitslos war, schien es Sarah unmöglich, ihn zu besuchen. Da machte Thomas einfach Nägel mit Köpfen und beschloss, sie einfach abzuholen!
Nach langem Warten war es dann soweit: Sarah und Thomas konnten sich zum ersten Mal tief in die Augen blicken. Sarah spürte sofort: “Als er da stand, hatte ich richtig Schmetterlinge im Bauch. Wir lachten viel und waren uns sofort sehr vertraut.” Aus diesem kurzem Treffen wurde eine Woche. Sarah schwärmt, wenn sie von ihrem Treffen erzählt: “Es war wunderschön und ich konnte es kaum erwarten, ihn wiederzusehen.” Von diesem Zeitpunkt an führten die beiden eine Wochenend-Beziehung und hielten Kontakt über Telefon und natürlich wkw-Nachrichten. Doch die Sehnsucht war riesig. Und weil Sarah sowieso auf Jobsuche war, fasste sie einen Entschluss: Sie bewarb sich in Thomas’ Stadt. Über Wochen hinweg erhielt sie eine Absage nach der anderen, doch Thomas motivierte sie immer wieder zum Durchhalten und Weitermachen, bis schließlich ihr Handy klingelte und eine Firma ihr einen Job anbot. Schon wenig später hatte sie ihren ersten Arbeitstag und: ihre erste gemeinsame Wohnung mit Thomas.
“Innerhalb kürzester Zeit haben wir sehr viel zusammen erlebt: Ich wurde sehr krank, aber Thomas blieb immer an meiner Seite“, schwärmt Sarah. “Es war und ist immer so, wie man es sich von einer stabilen Beziehung wünscht – wie im Märchenbuch!” Seit diesem Schicksalsschlag war für Sarah klar, dass sie diesen Mann nie wieder gehen lassen konnte. Sie fällt die Entscheidung Ihres Lebens und macht Thomas ein Heiratsantrag.
Der Heiratsantrag: Sarahs Liebesgeschichte mit Happy End
Anfang 2012 suchte sie eine ganz individuelle Methode, um ihren Liebsten zu überraschen und reservierte Hals über Kopf einen Termin für die Hochzeit. Sie war sich einfach sicher, dass er “Ja” sagen würde. Bis ins kleinste Detail hatte Sarah alles geplant: Die ganze Wohnung war mit Herz-Luftballons geschmückt, und sie hatte ein leckeres Abendessen vorbeireitet. “Diese romantische Musik im Hintergrund hat mich bereits während dem Essen fast zum Weinen gebracht”, erzählt die Triererin.
“Ich hatte ihm einen Brief geschrieben. Einen Brief, in welchem ich ihm geschrieben habe, was ich so sehr an ihm mag und wie wichtig er mir ist.” Zwischen den Zeilen hatte Sarah zudem die wichtigsten Worte ihres Lebens versteckt: “Willst – du – mich – heiraten- ?!” Als er den Brief gelesen hatte, fragte sie Thomas, ob ihm beim Lesen etwas aufgefallen sei, doch er verneinte und gab ihr den Brief zurück. Dann nahm Sarah einen Stift und strich die Worte rot an. “Ich habe gesehen, was in diesem Moment in ihm geschah – er begann zu weinen.” Sarah hatte außerdem zwei Briefumschläge vorbereitet, auf dem Einen stand “Ja“, der Andere hatte die Aufschrift “Nein“. Thomas zögerte keinen Moment und wählte den Umschlag mit “Ja”.
Sarah schwärmt: “Der Stein, welcher mir in diesem Moment vom Herzen gefallen ist, hat mich fast erschlagen. So groß war er…” Die größte Überraschung stand Thomas aber noch bevor, denn als er den Umschlag öffnete und seinen Hochzeitstermin sah, antwortete er nur: “Du bist verrückt mein Schatz!”
Wochen und Monate fieberten die beiden Verliebten ihrem großen Tag entgegen. Als der Tag kam, war alles perfekt! “Ich trug mein weißes Kleid und hatte einen wunderschönen Bräutigam an meiner Seite. Danke, dass es wer-kennt-wen gibt, denn sonst hätte ich Thomas niemals kennengelernt. Jetzt haben wir große Pläne für die Zukunft, die wir auch verwirklichen werden. Ich liebe ihn so sehr!