Panoramabild Werner – Beinhart!
-Rahmenhandlung-

Eines Nachts hat Adalbert A. Amen, ein norddeutscher Landpastor, nahe eines Waldstücks eine Autopanne. Durch Zufall entdeckt er ein Wesen namens Rumpelstilzchen - ein Erlebnis, das ihm am Ende des Films noch behilflich sein wird.

In der nächsten Szene tritt erstmals Brösel auf. Er ist in der Gewalt von König Griesgram dem Groben und hat den Auftrag, ihn zu erheitern. Griesgram leidet allerdings an einer Krankheit und kann nicht lachen. Er macht Brösel klar, dass er schon Stars wie Otto Waalkes, Woody Allen, Wilhelm Busch oder Heinz Erhardt köpfen ließ, weil sie ihn nicht erheitern konnten.

Als Brösel in seiner Kerkerzelle sitzt und keine Einfälle hat, bekommt er unerwartet Hilfe von Rumpelstilzchen, die ihm einen magischen Wunderkugelschreiber schenkt, mit dem er geniale Geschichten zeichnen kann. Als Gegenleistung muss Brösel ihr die Erfüllung eines Wunsches versprechen. Brösel, der kaum eine Alternative hat, nimmt das Angebot an und beginnt mit dem Wunderstift zu zeichnen, die Szene geht über in den von Brösel gezeichneten Film. Als jedoch der König den Film sieht, kann er darüber gar nicht lachen, lässt Brösel köpfen und dieser erwacht aus seinem Traum.

Zurück in der Realität steht Brösels Produzent Gerd Geldhai vor seiner Tür und will, dass Brösel endlich mit seinen Zeichenvorlagen fertig wird. An einen Tipp von Rumpelstilzchen aus dem Traum denkend zeichnet Brösel also „einen Schwank aus seiner Jugend“, den der Zuschauer wieder als Trickfilmeinschub zu sehen bekommt. Am Ende des Einschubs ist Brösel mit seiner Arbeit fertig und gibt die Zeichnungen zur Post. Leider verwechselt der Schalterbeamte, abgelenkt von einer hübschen Blondine, Brösels Paket mit einem anderen. Daraufhin landen Brösels Zeichnungen in Sibirien, und Gerd Geldhai bekommt ein Paket voller Wärmflaschen.

Brösel startet notgedrungen einen zweiten Versuch und geht wieder an die Arbeit, die wieder als Zeichentrickfilm gezeigt wird. Als er fertig ist, will er die Zeichnungen persönlich zum Produzenten bringen. Als er jedoch mit seinem Motorrad in einen Tunnel braust, stößt er mit einem LKW zusammen, dessen Fahrer nicht auf die Straße, sondern in seinen Werner-Comic schaut. Brösel landet im Krankenhaus. Doch er ist nicht kleinzukriegen. Im Krankenhaus nutzt er eine Spritze, um „Tinte“ aus seinem Raucherbein zu ziehen, und fertigt damit wieder neue Zeichnungen und damit ein weiteres Trickfilmkapitel an. Dieses Material schafft es schließlich zur Premiere des Films und befriedigt sowohl den Produzenten als auch das Publikum in vollem Maße.

Als Brösel während der Premiere zur Toilette muss, erscheint ihm dort Rumpelstilzchen und fordert die Erfüllung ihres Wunsches: Brösel soll sie als Dank für ihre Hilfe heiraten. Als beide vor dem Pastor stehen, will Rumpelstilzchen ihren Namen nicht verraten. Doch der Pastor erinnert sich an den Vorfall im Wald und beginnt zu raten. Nach den ersten beiden Versuchen (Alf und Steffi Graf) wiegt sich Rumpelstilzchen schon in Sicherheit, doch als der Pastor beim dritten Versuch ihren richtigen Namen nennt, verwandelt sie sich in eine hübsche junge Frau. Daraufhin kann die Hochzeit fortgesetzt werden und endet mit einem gemeinsamen Sauflied, in das die gesamte Gemeinde und der Pastor einstimmen.

Am Morgen nach der Hochzeitsfeier wird das frisch getraute Paar vom Telefon aus dem Schlaf gerissen: Produzent Geldhai eröffnet dem schockierten Brösel, dass er eine vertragliche Option auf eine Fortsetzung des Films habe.


-Handlung der Zeichentricksequenzen-

Das Fußballspiel
Werner wohnt in einer Dachgeschosswohnung am Wochenmarkt und wirft seinen Fußball mitten in das Marktgedränge, um die Marktverkäufer und -besucher zu einem unfreiwilligen Fußballspiel zu animieren. Da der Ball von einer Ecke zur anderen wandert und Stück für Stück den Markt zerstört, kommt es am Ende zu einer wutentbrannten Schlägerei, die Werner jeweils wie ein Fußballkommentator kommentiert. In diesem Stück werden die Polizisten Bruno und Helmut eingeführt, die unfreiwillig zu Schiedsrichtern gemacht werden.

Der Rohrbruch
Dieses Stück beschreibt einen Abschnitt aus Werners Lehrzeit und führt seine Ausbildungsstätte mit Meister Röhrich und Geselle Eckart ein. Das Trio hat den Auftrag, bei Frau Hansen eine Leckage an einer Verschraubung abzudichten. Doch noch im Treppenhaus kommt es zu einer Auseinandersetzung mit Frau Gloer: der mit einem Waschbecken schwer beladene Werner hat vergessen, sich im Flur die Schuhe abzutreten. Frau Gloer angelt mit einem Wischmopp nach Werner, der daraufhin „das gute Ideal Standard“ fallen lässt. Nun soll er neu feudeln, während Meister Röhrig ihn auffordert, möglichst bald Eckart in der Wohnung von Frau Hansen zur Hand zu gehen. Derweil bemüht sich Eckart, die Leckage durch Nachziehen der Ventilverschraubung zu beheben, resigniert dann aber und erklärt dem inzwischen anwesenden Werner, dass ein Ventiltausch notwendig sei. Der eintreffende Meister Röhrich greift ein, verlängert die Zange mit einem Rohr und reißt in der Folge das Ventil von der Leitung ab, sodass die Wohnung überschwemmt wird. Werner wird geschickt, um die Hauptleitung zu schließen, was sich aufgrund des verschwundenen Schlüssels für den Keller als schwierig erweist. Derweil muss Meister Röhrich die Toilette von Frau Gloer freimachen, wobei er sich derart verklemmt, dass er mit dem Kopf im Becken steckenbleibt und die Toilettenschüssel abreißt. Die Toilette auf dem Kopf tragend torkelt er durch die Wohnung und stürzt wie ein Artist aus dem Fenster. Unten angekommen taumelt er orientierungslos zurück ins Haus und im Wohnzimmer von Frau Hansen angekommen wieder zum Fenster hinaus in den mittlerweile völlig verschmutzten und überfluteten Hof des Hauses. Werner gestaltet die außer Kontrolle geratene Situation wie eine Show, indem er die kläglichen Versuche seines Meisters, seine beiden Mitarbeiter zu finden – bei denen er nach wie vor stets wieder aus dem Fenster fällt – wie ein Showmaster kommentiert.

Baustelle
Man sieht Werner wieder einmal in seiner Firma. Er soll wichtige Bauteile und Geräte für Eckart mit seinem Moped zur Großbaustelle schaffen. Die Sachen sind aber so schwer, dass nur ein Anhänger in Frage kommt. Werner glaubt eine Anhängerkupplung abstauben zu können, doch sein Meister regelt das auf seine Art mit einem Stück Draht. Während Werner auf Fahrt ist, träumt er von einem größeren Chopper und rast bergab auf die Baustelle zu. Weil die Bremse seines Mopeds versagt, landet er im Schlamm und verteilt die Gegenstände für Eckart in der Gegend. Um den Anhänger zu befreien, besetzt er den Kran und zerstört so einiges bzw. hebt das Toilettenhäuschen hoch, in dem Röhrich gerade sein Geschäft verrichtet. Eckart rettet Werner vor dem Meister, doch der macht wutentbrannt die beiden zur Schnecke. Werner und Eckart sollen konzentriert arbeiten, doch nachdem der Meister verschwunden ist, zieht es Eckart vor ein Bier trinken zu gehen. Werner nutzt dies, um seine Gasbombe zu bauen. Doch er wird gestört und von Eckart zum Biertrinken mit den Maurern gerufen. Als Röhrich und der Abnahmeleiter Herr Hübenbecker die Baustelle inspizieren, explodiert Werners Bombe und zerstört einen großen Teil des Rohbaus. Glücklicherweise hat Werner am nächsten Tag Berufsschule.

Beim TÜV
Werner trifft Kumpel Herbert beim TÜV. Werner will seinen Wurstblinker eintragen lassen, der auch mit anderen Lebensmitteln nutzbar ist. Herbert hat dagegen einen Bierdosenhalter zum Eintragen. Während die beiden auf die Prüfingenieure warten, machen diese sich an den Maschinen zu schaffen und bezeichnen sie als nicht verkehrsgerecht. Es kommt zu einer wilden Diskussion zwischen Werner, Herbert und den Prüfern um die Frage, wie ein Motorrad auszusehen hat. Da sich die beiden weigern, die Eintragungen vorzunehmen und es Beleidigungen beider Seiten hagelt, entschließen sich Werner und Herbert, den TÜV zu verlassen.

Im Krankenhaus
Werner liegt schwerverletzt im Krankenhaus und hat nur den Wunsch nach Ruhe. Aber er wird ständig von den Krankenschwestern und den Putzfrauen gestört. Das aggressive Verhalten Werners bestärkt die Krankenschwestern, ihm einen Einlauf zu verpassen. Doch die Sache geht schief und Werners Bierreserven fluten das Krankenhaus. Der Chefarzt und seine Kollegen werden betäubt und die Oberschwester bekommt ihren eigenen Einlauf zu spüren. Werner flüchtet mit einer Tonne schwimmend aus dem Krankenhaus direkt in Andis Beiwagen und beide „schüsseln“ in Richtung Strand. Doch dort angekommen schläft Werner sofort ein. Als seine Kumpel, durch Rauchsignale angelockt, ankommen, mixen sie ihm einen kräftigen Kaffee, damit er wieder auf die Beine kommt.

Das Lokal (Premieren-Film)
Der letzte Teil spielt sich in einer Kneipe ab, die von einem Berliner geleitet wird. Die Komik setzt sich schon dadurch zusammen, dass der Berliner die Eigenarten der Norddeutschen missversteht und so einiges einstecken muss. Nebenbei gibt es noch eine Skatrunde, deren Mitglieder von Kommunikationsproblemen geplagt werden. Als Werners Rockerkumpel auftauchen und dem Boss der Kragen platzt, weil der Kellner seine Bestellungen missdeutet, kommt es zur Zerstörung des Lokals.

Werner – Beinhart!

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