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Gruppe: SICHERHEIT FÜR KINDER

Wir leben in einer Zeit, in der keiner mehr Verantwortung übernehmen will. Jeder gibt die Schuld den anderen, den Umständen, dem Schicksal. Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und ein (allenfalls von Sensationsgier unterbrochenes) Desinteresse am Schicksal des Nächsten sind in unserer Gesellschaft häufig anzutreffen. Und klar ist auch, dass diese Phänomene ein Klima begünstigen, in dem es Straftätern leicht fällt, weitgehend unbehelligt zu agieren.

TROTZDEM:
Das ist nur die eine Seite der Medaille.

Viele von uns fühlen sich betroffen und wollen helfen, wenn andere belästigt, beraubt oder bedroht werden.

DENNOCH:
bleibt die Hilfe oft aus: Einmal, weil es am Wissen fehlt, ob und - wenn ja - wie geholfen werden kann. Und zum Zweiten, weil viele sich vor jenen Unannehmlichkeiten fürchten, die das eigene Engagement mit sich bringen könnte.

FAKT IST:
wir alle sind schon von Gesetzes wegen verpflichtet, bei einer Straftat im Rahmen unserer Möglichkeiten einzugreifen. Jeder von uns trägt Verantwortung dafür, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft friedlich und zivilisiert verläuft. Deshalb ist auch jeder gefordert, selbst als Zeuge und Helfer aktiv zu werden.

Die Polizei ist viel unterwegs. Sie kann aber nicht überall sein. Nach einem Verbrechen ist jede Sekunde wichtig:

Je schneller die Polizei informiert wird, desto besser können die Täter ermittelt werden. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren modernen Kommunikationsmitteln ist eine zügige Verständigung sehr gut möglich: Ein Handy dient nicht nur für private Gespräche – es kann auch helfen, Verbrechen aufzuklären. Wenn Sie selbst kein tragbares Telefon besitzen, fragen Sie einfach einen Passanten: Der Notruf 110 ist schnell gewählt.

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Jedes 5. Mädchen und jeder 10. Junge in Deutschland werden nach Schätzungen sexuell belästigt. Wie erkenne ich, ob ein Kind - gar mein eigenes - Opfer geworden ist?

> WIE SIE IHR KIND RICHTIG AUFKLÄREN

Sie können Ihr Kind nicht vor Tätern verstecken – 90 Prozent kommen aus Familie, Schule, Nachbarschaft. Wissen und innere Stärke schützen Kinder am besten.

• Mit 2 bis 3 Jahren fragen Kinder nach Unterschieden zwischen Mann und Frau – erklären und zeigen Sie es (z. B. Bilderbuch).

• Bis zum 3. Lebensjahr sollte ein Kind alle Körperteile benennen können – auch die eigenen Genitalien.

• Bei der Einschulung sollte es die korrekten Begriffe (Penis, Vagina) kennen und ohne Scham aussprechen.

• Mit 8 Jahren sollte ein Kind wissen, wie Babys empfangen werden – fragt es nicht selbst, erzählen Sie es ihm.

• Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, ob es allein oder gemeinsam (mit Vater, Mutter) baden möchte.

• Sagen Sie ihm, dass es unerwünschte Küsse und Berührungen IMMER ablehnen kann – auch von Verwandten.

• Bestärken Sie Ihr Kind darin, auf eigene Gefühle zu hören – dann fällt es nie auf Sätze wie „Das gefällt dir doch auch!“ herein.

• Sagen Sie ihm ausdrücklich, dass es auch „schlechte Geheimnisse“ weitererzählen darf, dass das kein Petzen ist.

> WIE IHR KIND SICH RICHTIG WEHRT

In den seltensten Fällen werden Kinder von Fremden von der Straße weggefangen. Typischer: Ein Verwandter oder Bekannter nähert sich unsittlich. Um sich wehren zu können, muss Ihr Kind lernen, klar „Nein!“ zu sagen, Hilfe zu holen und Gefühle zu benennen.

• Üben Sie spielerisch: Das Kind soll abwechselnd kurz und laut Ja und Nein rufen, dabei fest und ernst in Ihre Augen sehen (ohne Kichern, Lachen!).

• Ihr Kind soll auf einem Blatt seine Hand ummalen, an jeden Finger eine Person schreiben, die es im Notfall ansprechen könnte – mit Rufnummer (auch Polizei, Feuerwehr).

• Diesen Hilfezettel im Haus aufhängen oder in die Schultasche legen (z. B. in Folie laminiert) – als sichtbare Erlaubnis, Hilfe zu rufen.

• Basteln Sie eine „Gefühlsuhr“ für die Zimmertür: Das Kind kann durch Zeiger (z. B. auf eine Sonne oder Gewitterwolke) ohne Worte zeigen, wie es sich fühlt.

• Auf einen Würfel verschiedene Gesichtsausdrücke (lachend, wütend) malen, mit dem Kind würfeln – je nach Ausdruck soll es sagen, wie sich das anfühlt.

• Missbrauchte Jungen schweigen oft aus Angst, als homosexuell zu gelten – sagen Sie bei Gelegenheit, dass Sie ihn so genauso lieben würden.

> WIE SIE ERKENNEN, OB EIN KIND OPFER WURDE

Verschiedene Symptome können auf sexuellen Missbrauch hindeuten, sind jedes für sich aber noch kein Beweis.

• Körperliche Verletzungen (Risse, Blutungen, blaue Flecke) im Anal- und Vaginalbereich.

• Klagen über Bauchschmerz ohne medizinischen Grund. Bei oralem Missbrauch: Atembeschwerden.

• Schlafrhythmus stark verändert – das Kind kann nicht mehr schlafen oder schläft nur noch.

• Unkonzentriert in der Schule, Einschlafen im Unterricht (weil dort die Anspannung etwas nachlässt).

• Rückfall in Kleinkinderverhalten: Bettnässen, Daumenlutschen, Babysprache, übertrieben anhänglich.

• Verändertes Verhalten – ein lebenslustiges Kind erscheint depressiv, ein ruhiges Kind wird aggressiv.

• Stark sexuell gefärbte Sprache, Schamlosigkeit (z. B. sichtbares Masturbieren), Nachahmen des Koitus.

• Essstörungen – starke Gewichtszunahme (um für Täter unattraktiver zu werden) oder Magersucht (Weiblichkeit „aushungern“).

• Selbstverletzungen, z. B. Aufritzen der eigenen Haut, Haareausreißen, selbst zugefügte Brandwunden (z.B. mit einem Feuerzeug).

> WIE SIE EINEM KIND HELFEN

Körperliche und seelische Hinweise sind unklar, Eltern, Lehrer oder Nachbarn zweifeln – was tun bei einem Verdacht? Sie wollen zwar kein Kind alleinlassen, aber auch keine ungerechtfertigte Polizeiaktion auslösen.

• Achten Sie auf merkwürdige Sätze („Mit Papa/Onkel spiele ich immer Stehaufmännchen“) oder Zeichnungen (überbetonte Geschlechtsorgane).

• Bitten Sie das Kind ganz ruhig und wie nebenbei, zu beschreiben, was es meint. Nicht befragen – dann verstummt es schnell!

• Dem Drang widerstehen, sofort handeln zu müssen. Verbergen Sie Ihre Gefühle (Betroffenheit, Ekel, Aufregung) vor dem Kind.

• Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson über den Verdacht. Auch sie soll dem Kind Ruhe und Sicherheit vermitteln („Du darfst darüber reden“) und zuhören.

• Hinweise notieren, danach Rat bei einer Organisation holen (siehe Info-Kasten). Wenn es nicht Ihr eigenes Kind ist: nicht zu früh die Eltern einschalten – sie könnten das Kind zum Schweigen bringen.

• Verstärkt sich Ihr Verdacht, nehmen Sie zusammen mit der Beratungsstelle Kontakt zu Jugendamt und Polizei auf – sie übernehmen weitere Ermittlungen.

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Unsere Kinder sind in der heutigen Zeit bedrohter als je zuvor. Sie werden immer öfter das Ziel von Überfällen, Entführungen und Misshandlungen. Nicht nur die Kinder von
"Prominenten" sind heute durch Entführungen, Erpressungen und Misshandlungen gefährdet. Auch die Kinder von Personen des Mittelstandes sind dieser Gefahr vermehrt ausgesetzt. Dies ist ein immer häufiger auftretendes Phänomen, das insbesondere von berufstätigen Eltern nur schwer in den Griff zu bekommen ist.

Mein Ziel in dieser Gruppe ist es zu sensibilisieren!

Es gilt Gefahren zu erkennen und diese einschätzen zu lernen. Eine Sensibilisierung der Kinder und ihrer Eltern schaffen einen professionellen Umgang mit einer Gefahrenlage.


Herzlichst

Andreas Sans
> Privat- u. Wirtschaftsdetektiv
> Sicherheitsbegleiter

Infos

Allgemeines

Gründer nur eingeloggt sichtbar
Gegründet 30.08.08

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