Gruppe: Politische Ökonomie
In dieser Gruppe geht es um die Grundlage aller menschlichen Gesellschaften, um die Wirtschaft. Ohne Produktion und Verteilung von Gütern, Waren und Dienstleistungen, von "Lebensmitteln" im weitesten Sinne, gibt es keine Gesellschaft, keine Kultur, keine Kunst, keine Politik, keine Philosophie, keine Wissenschaft. Aber gleichzeitig gibt es vielfältige Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen diesen verschiedenen Ebenen einer Gesellschaft, die sich auch wieder auf die Wirtschaft auswirken. Diese Zusammenhänge gilt es zu erforschen und zu verstehen.Hier in dieser Gruppe sollen vor allem die Grundlagen einer kritischen Wissenschaft der Ökonomie erklärt und diskutiert werden, also z.B. die grundlegenden Theorien von Smith und Ricardo, von Marx und Hilferding, von Keynes, Hayek, Friedmann u.a.. Die Kenntnis und das Verstehen dieser wissenschaftlichen Grundlagen und verschiedenen Ansätze kann uns auch heute bei der Analyse aktueller Phänomene wie der Finanzkrise helfen.
Eine solche Beschäftigung mit den Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten der Wirtschaft ist natürlich zwangsläufig eine politische Tätigkeit. Auch deswegen heißt diese Gruppe nicht etwa "Volkswirtschaftslehre". Die universitäre Wirtschaftswissenschaft gibt sich gern unpolitisch (obwohl sie es nicht ist) und verschmäht deswegen gern den Begriff der "Politischen Ökonomie". Aber Wirtschaft ist auf der Ebene einer ganzen Gesellschaft ohne Politik überhaupt nicht zu verstehen. Eine Wissenschaft, die sich kritisch mit der Ökonomie beschäftigt, muss sich eben auch mit Interessen und Eigentumsverhältnissen, mit Klassen und Klassenkämpfen, mit Herrschaft und der Rolle des modernen Staates, ja sogar mit Krieg und Frieden beschäftigten. Wer verstehen will, warum die Verhältnisse so sind, wie sie sind, und wie man sie gegebenfalls verändern kann, der ist hier richtig.
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