Panoramabild Griselda Blanco
Griselda Blanco (* unsicher: 1943), auch genannt die „Großmutter des Kokains“,"die Patin" "Ma Baker der Cocaine Cowboys", "Viuda Negra", "Black Widow" oder "La Madrina", (* vermutlich 1943 in Santa Marta, Kolumbien) war während der 1970er und 1980er Jahre eine der unbarmherzigsten und grausamsten Führungspersönlichkeiten des kolumbianischen Medellín-Kartells in den USA. Sie galt als eine der Pioniere des Medellin-Kartells in Miami und gründete ihre eigene Organisation. Blanco war dreimal verheiratet (ihre Ehemänner ließ sie ermorden) und hatte 4 Söhne Dixon, Uber, Osvaldo und ihr Jüngster Michael Corleone Sepulveda.

Inhaltsverzeichnis:
1. Jugend
2. Tätigkeit in den USA
3. Drogenkrieg von Miami und Cocaine Cowboys
4. Persönlichkeit
5. Verhaftung
6. Filme
7. Weblinks
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1. Jugend

Griselda Blanco wurde vermutlich 1943 in Santa Marta, Kolumbien als uneheliche Tochter einer Feldarbeiterin und eines Großgrundbesitzers, der von Guajiro-Indianern abstammte, geboren. Später gelangte sie mit ihrer Mutter und Geschwistern nach Medellín, wo sich ihre Mutter als Gelegenheitsprostituierte in einem Elendsviertel durchschlug und schließlich im Alkoholrausch ihre Tochter verstieß. Griselda soll mehrmals vom alkoholkranken Dauerfreier ihrer Mutter "El Lupero" missbraucht und schwer misshandelt worden sein. Im Alter von dreizehn Jahren schloss sich Griselda einer Gruppe von Straßenkindern an. Mit ihrer Gruppe entführte sie einen 11-jährigen Jungen, den sie selbst durch einen Kopfschuss tötete, als die Familie das geforderte Lösegeld nicht zahlen wollte.
2. Tätigkeit in den USA

Durch ihren Liebhaber Alfonso Lopez Trujillo gelangte sie schließlich nach Queens/New York. Trujillo arbeitete als Fälscher und verdiente sein Geld durch illegalen Menschenschmuggel von Kolumbien in die USA. Trujillo machte sie mit dem Drogenhändler Alberto Bravo aus Medellin bekannt. Bravo wurde von ihr 1975 in Medellin erschossen, nachdem sie sich von ihm beleidigt fühlte. Bei dem Feuergefecht auf einem Parkplatz wurden insgesamt 6 Leibwächter getötet und Griselda Blanco durch einen Bauchschuss schwer verletzt. Nach dieser Tat erhält sie den Beinamen "Schwarze Witwe". Die Trujillo-Blanco-Gruppe begann mit dem Kokainschmuggel von Medellín nach New York, bevor man in Miami/Florida mit dem Drogengeschäft im großen Umfang begann. Griselda Blanco brachte monatlich im Schnitt 1,5 t Kokain per Flugzeug oder Schiff nach Florida. Außerdem setzte sie weibliche "mules" ein, welche Kokain am Körper in die USA schmuggelten. Die Gruppe beschäftigte ca. tausend Angestellte und erwirtschaftete einen monatlichen Erlös von ca. 80 Millionen Dollar.
3. Drogenkrieg von Miami und Cocaine Cowboys

1978 zieht Griselda Blanco nach Miami um und bezieht ein Luxusappartment in Biscayne Bay.

Griselda Blanco erfand die Motorrad-Killer, die so genannten „Cocaine Cowboys“, welche ihre Opfer während der Fahrt vom Motorrad aus mit halbautomatischen Waffen töteten. 1979 war sie maßgeblich am Dade-County-Mall-Massaker beteiligt und verwandelte Miami in ein Schlachtfeld rivalisierender Bandenkriege.

* 11. Juli 1979 Dadeland Mall Massaker: 2 Killer töten in einem Spirituosengeschäft im Einkaufszentrum 2 Konkurrenten, welche Blanco Geld schuldeten. Zwei Angestellte und Zeugen der Schießerei flohen und wurden auf der Flucht durch das Einkaufszentrum schwer verletzt.

Die Kokainkriege in Miami fanden zwischen 1978 und 1982 statt, wer zu den Auftragsmördern ihrer Cocaine Cowboys gehören wollte, mußte ein Leichenteil des Opfers als Beweis mitbringen.

Einer ihrer "Enforcer" Paco Sepulveda hängte seine Opfer mit dem Kopf nach unten auf, durchschnitt ihre Kehle und ließ sie ausbluten. Das Blut wurde mit Pampers-Windeln aufgesogen und zusammen mit den Leichenteilen in Plastikbeuteln auf Hinterhöfen entsorgt. Carlos Arango a.k.a. Miguel Veléz "Cumbamba" tötete seine Opfer mit der Motorsäge und Miguel "Miguelito" Perez, kam mit dem Mariel-Boatlift aus Cuba, erstach den Konkurrenten "Pupo" Mejia in einer spektakulären Aktion am Miami Airport.

1981 bildete die DEA eine Sonderermittlungsgruppe gegen die Aktivitäten Blancos. Blanco und Sepulveda konnten der Verhaftung lange Zeit durch Pendeln zwischen Florida, New York und Kolumbien entgehen.

1982 wurde ihrem Chefkiller Jorge Ayala "El Loco" der Mord an einem Zweijährigen zur Last gelegt, als er ein ehemaliges Gangmitglied "Chucho" Castro eliminieren wollte. Jorge Ayala wurde verhaftet und kam zunächst in ein Zeugenschutzprogramm. Nach der Ermordung von Jesús Chucho Castro beherrschte die Blanco-Trujillo Organisation den Kokainhandel im südlichen Florida. An die 200 Morde zwischen Miami, New York und Kolumbien wurden direkt oder indirekt mit Griselda Blanco in Verbindung gebracht.
4. Persönlichkeit

Griselda Blanco wurden sadistische und bestialische Morde zur Last gelegt, bevorzugt an jüngeren hübscheren Frauen oder verflossenen Liebhabern. Man sagte ihr nach, dass sie zum Spaß tötete, einer schwangeren Frau in den Unterleib schoss und ihre beste Freundin Leonela Arias quälte, misshandelte und noch lebendig in Stücke zersägte.

Sie selbst soll damals recht hübsch gewesen sein, jedoch wurde sie durch tägliche Gewalttätigkeit sowie exzessiven Kokain- und Crackmissbrauch schwer gezeichnet und langsam unheilbar schizophren. Durch den ständigen Missbrauch von Drogen, Schmerz- und Beruhigungsmitteln nahm sie ihre Umgebung kaum bewusst wahr. Die bisexuelle Griselda Blanco wurde als soziopathische Persönlichkeit eingestuft, die sehr viel Geld für Haute Couture und Luxusartikel, wie einen Ring von Eva Perón und ein Teeservice der Queen, ausgab. Von einem ihrer Liebhaber erhielt sie eine mit Diamanten besetzte MAC-10-Maschinenpistole als Weihnachtsgeschenk.
5. Verhaftung

Erst 1993 wagte "Riverito", ein ehemaliger Auftragsmörder, gegen seine Chefin Griselda Blanco auszusagen, als er selbst bereits zum Tode verurteilt war.

1985 wurde Blanco vom DEA-Agenten Bob Palombo in Irvine Kalifornien festgenommen.

Blanco verbrachte 20 ihrer 61 Jahre in US-Gefängnissen und wurde nach Verbüßung ihrer Haftstrafe im Jahr 2004 nach Kolumbien abgeschoben. Drei ihrer vier Söhne, die vor ihr nach Kolumbien abgeschoben wurden, waren innerhalb weniger Tage nach ihrer Ankunft erschossen worden.

Griselda Blanco

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  • Gründung 09.05.2009
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