Panoramabild Die Schlacht um Verdun.
Schlacht um Verdun
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Schlacht um Verdun
Teil von: Erster Weltkrieg

Karte der Schlacht
Situation am 21. Februar 1916
Datum 21. Februar–20. Dezember 1916
Ort Festungsring von Verdun,
Frankreich
Ausgang Der geplante deutsche Frontdurchbruch gelingt nur kurzfristig, da Teile der deutschen Truppen zur Schlacht an der Somme abgezogen wurden.

Konfliktparteien

Entente
Deutsches Reich
Befehlshaber
Joseph Joffre,
Henri Philippe Pétain,
Robert Nivelle Erich von Falkenhayn,
Kronprinz Wilhelm,
Schmidt von Knobelsdorf
Truppenstärke
Insgesamt 75 Divisionen
400 Geschütze (zu Beginn der Schlacht, später ca. 1300) Insgesamt 50 Divisionen
1225 Geschütze
Verluste
ca. 377.000 Soldaten, davon etwa 167.000 Gefallene ca. 337.000 Soldaten, davon etwa 150.000 Gefallene
Die Schlacht um Verdun war eine der größten Schlachten des Ersten Weltkrieges. Sie begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf die französischen Stellungen bei Verdun und endete am 20. Dezember 1916 ohne wesentliche Verschiebung des Frontverlaufs.

Nach der Marneschlacht und dem sich immer länger hinziehenden Stellungskrieg hatte die Oberste Heeresleitung (OHL) erkannt, dass ihr zunehmend die strategische Initiative genommen wurde. Der Generalstabschef des deutschen Heeres, Erich von Falkenhayn, wollte Frankreich mit einem entscheidenden Großangriff schlagen. Unter anderem sollte dadurch das auf französischem Boden kämpfende britische Expeditionskorps dazu gebracht werden, von seinen Bündnisverpflichtungen abzufallen. Als Ziel der Offensive wählte man die französische Stadt Verdun. Die Stadt hat eine lange Geschichte als Bollwerk gegen Eindringlinge aus dem Osten. Verdun hatte vor allem für die französische Bevölkerung große symbolische Bedeutung. Der militärische und strategische Wert war jedoch gering. In der ersten Kriegszeit galt Verdun als untergeordnete französische Festung.

Die OHL plante den Frontbogen zu begradigen, der sich um die Stadt Verdun und den vorgelagerten Festungsgürtel schlang. Die französische Armee sollte gezwungen werden, das Gros ihres Heeres hier einzusetzen, um diesen Ort von nationaler Bedeutung zu verteidigen. Die vermeintlich stark geschwächte Grande Armée sollte ausbluten. Falkenhayn beschrieb die Aktion als „Weißbluten des Gegners“. Die militärische Aktion trug den Decknamen Operation Gericht. Das Oberkommando der 5. Armee wurde mit der Durchführung beauftragt.

Die Schlacht um Verdun gilt vielen Historikern als die grauenvollste Schlacht der Weltgeschichte – häufig wird auch von Der Hölle von Verdun, der „Knochenmühle“ oder „Blutpumpe“ geredet. Sie markiert den Beginn der großen Materialschlachten des Ersten Weltkrieges – niemals zuvor war die Industrialisierung des Krieges so deutlich geworden.

Die monatelangen erbitterten Kämpfe vor Verdun verdeutlichen die militärische Wertlosigkeit der damaligen Stellungskriege. Verdun gilt heute als Mahnmal gegen kriegerische Handlungen und dient der gemeinsamen Erinnerung und vor der Welt als Zeichen der geglückten deutsch-französischen Aussöhnung.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Zusammenfassung
2 Hintergrund
2.1 Militärische Lage
3 Die deutsche Strategie – „Operation Gericht“
3.1 Ausblutung – Ziele Falkenhayns
3.2 Die Festung Verdun
4 Verzeichnis der Befestigungen in und um Verdun
5 Verlauf der Schlacht
5.1 Vorbereitung der deutschen Offensive
5.2 Die ersten vier Tage
5.3 26. Februar – Eroberung des Forts Douaumont
5.4 Festigung der französischen Front durch General Pétain
5.5 Die Kämpfe bis Anfang März 1916
5.6 März 1916: Deutsche Offensive gegen Höhe Toter Mann und Höhe 304
5.7 März 1916: Französische Verteidigung auf der Ostseite der Maas
5.8 April 1916: Im Westen nichts Neues
5.9 April bis Mai 1916: Versetzung Pétains – Beginn der französischen Offensiven
5.10 8. Mai 1916: Katastrophe im Fort Douaumont
5.11 Mai 1916: Kampf um das Fort Douaumont
5.12 Juni 1916: Kampf um das Fort Vaux
5.13 Brussilow-Offensive: Schwächung der deutschen Truppen vor Verdun
5.14 Juni bis Oktober 1916: Deutsche Offensive gegen Fleury, Thiaumont und Côte Froide Terre
5.15 Abberufung Falkenhayns – Beginn der deutschen Defensive
5.16 Explosionsunglück im Tavannes-Tunnel
5.17 Oktober 1916 – Beginn der französischen Offensive
5.18 24. Oktober: Rückeroberung des Fort Douaumont
5.19 November 1916: Rückeroberung des Fort Vaux
5.20 Verdun bis zum Kriegsende
5.21 Die Hölle von Verdun
6 Die Toten
7 Verdun als Mythos
7.1 Legenden und Mythen
7.1.1 Fleury und Thiaumont
7.1.2 Der Bajonettgraben
7.1.3 Die Sicht auf die Stadt Verdun
7.2 Verdun aus französischer Sicht
7.3 Verdun aus deutscher Sicht
7.4 Ergebnis der Schlacht – ein deutscher Erfolg?
8 Das Schlachtfeld heute
8.1 Denkmale und Besichtigungen
8.2 Museen
8.3 Außerdem
9 Literatur
10 Filme
11 Weblinks



Zusammenfassung [Bearbeiten]
Nachdem der eigentliche Angriffstermin am 12. Februar wegen des eiskalten und nassen Wetters mehrfach verschoben wurde, begann am 21. Februar 1916 der deutsche Angriff. Diese Verzögerung des Angriffs zwischen dem 12. und 21. Februar sowie Berichte von Überläufern gab der französischen Aufklärung aber die Zeit und die Argumente, Joffre zu überzeugen, dass ein großangelegter Angriff in Vorbereitung war. Hastig zog er aufgrund der unwiderlegbaren Beweise für deutsche Konzentrationen an der Front frische Truppen zur Unterstützung der verteidigenden II. französischen Armee zusammen. Am bedrohten Ostufer zogen die Franzosen etwa 200.000 Verteidiger zusammen, die einer deutschen Übermacht von etwa 500.000 Soldaten der deutschen 5. Armee gegenüberstanden.

Zuerst machte der Angriff gute Fortschritte. Bereits am 25. Februar gelang deutschen Truppen die Einnahme des Fort de Douaumont im Handstreich. Daraufhin wurde Henri Philippe Pétain zum neuen französischen Oberbefehlshaber des Frontabschnittes ernannt. Wie von deutscher Seite erwartet, unternahm er alle Anstrengungen, Verdun zu verteidigen. Das Dorf Douaumont konnte erst nach hartem Kampf am 4. März erobert werden. Um dem flankierenden Feuer zu entgehen, wurde der Angriff jetzt auch auf das linke Ufer der Maas ausgeweitet. Die Höhe „Toter Mann“ wechselte unter schlimmsten Verlusten mehrfach den Besitzer. Am rechten Ufer wurde das Fort de Vaux lange umkämpft und bis zum letzten Tropfen Wasser verteidigt. Am 7. Juni kapitulierte das Fort.

Infolge der Brussilow-Offensive mussten deutsche Truppen aus dem Kampfgebiet abgezogen werden. Trotzdem startete am 22. Juni eine weitere Großoffensive. Das Zwischenwerk Thiaumont und das Dorf Fleury konnten eingenommen werden. Die von den Briten gestartete Schlacht an der Somme führte wie geplant dazu, dass weitere deutsche Truppen von Verdun abgezogen werden mussten. Trotzdem wurde am 11. Juli eine letzte Großoffensive gestartet, die die deutschen Truppen bis auf das Dach von Fort de Souville führte. Der Angriff brach dann durch den französischen Gegenangriff zusammen. Es kam im Anschluss nur noch zu kleineren Unternehmungen deutscherseits, wie z. B. dem Angriff hessischer Truppen auf die Souville-Nase am 1. August 1916. Nach einer Zeit relativer Ruhe fiel am 24. Oktober das Fort de Douaumont wieder zurück an Frankreich, das Fort Vaux musste am 2. November geräumt werden. Die französische Offensive ging noch weiter bis zum 20. Dezember, dann wurde auch sie abgebrochen.


Hintergrund [Bearbeiten]

Militärische Lage [Bearbeiten]
Wenige Monate nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges erstarrte die Front im November 1914 in Westbelgien und Nordfrankreich. Beide Kriegsparteien errichteten ein komplexes System aus Schützengräben, das von der Nordseeküste bis zur Schweiz reichte. Der massive Einsatz von Maschinengewehren, schweren Geschützen und ausgedehnten Stacheldrahthindernissen begünstigte eine defensive Kriegsführung, was zum verlustreichen Scheitern sämtlicher Offensiven führte, ohne dass die Angreifer dabei nennenswerte Geländegewinne erzielen konnten. Im Februar 1915 versuchte man auf alliierter Seite erstmals, die gegnerischen Stellungen durch stundenlanges Geschützfeuer zu zerstören, um danach einen Durchbruch erzielen zu können. Die Gegner wurden jedoch durch das Trommelfeuer vor einem bevorstehenden Angriff gewarnt und stellten Reserven bereit. Zudem entstanden durch die explodierten Geschosse zahlreiche Granattrichter, welche den Vormarsch der angreifenden Soldaten erschwerten. Die alliierten Offensiven in der Champagne und im Artois mussten deshalb wegen hoher Verluste abgebrochen werden.


Die deutsche Strategie – „Operation Gericht“ [Bearbeiten]
Im Winter 1915 begann die Oberste Heeresleitung (OHL) unter Erich von Falkenhayn mit der Planung einer Offensive für das kommende Jahr. Es wurden alle strategisch möglichen und gewinnversprechenden Frontabschnitte diskutiert. Die OHL kam zu der Überzeugung, dass England aus dem Krieg getrieben werden musste, da es durch seine exponierte maritime Lage und durch seine industrielle Leistungsfähigkeit der Motor der Entente war. Auf Basis dieser Überlegungen wurde Italien als unwichtiges Angriffsziel verworfen. Ebenso Russland: Obwohl deutsche und österreichisch-ungarische Truppen im Kampf gegen Russland von Juli bis September 1915 größere Gebietsgewinne erzielt hatten, war Falkenhayn ebenso davon überzeugt, dass die deutschen Kräfte für einen entscheidenden Vorstoß aufgrund der gewaltigen Größe des russischen Zarenreiches nicht ausreichten. Selbst die Einnahme von St. Petersburg wäre nur symbolischer Natur und würde durch einen Rückzug der russischen Armee in den Raum keine Entscheidung bringen. Die Ukraine wäre aufgrund ihrer Landwirtschaft eine willkommene Frucht einer solchen Strategie, die jedoch nur mit einem eindeutigen Einverständnis Rumäniens gepflückt werden dürfte, denn man wollte den Kriegseintritt an der Seite der Entente verhindern. Weitere Schauplätze in Nahost oder Griechenland wurden als bedeutungslos bezeichnet. So blieb ein Angriff an der Westfront als einzig denkbare Alternative übrig: Die Positionen der Briten in Flandern waren mittlerweile jedoch so stark ausgebaut, dass Falkenhayn eindeutig die französische Front als entscheidenden Kriegsschauplatz vorschlug.

Er argumentierte dabei: „Frankreich [ist] in seinen Leistungen bis nahe an die Grenze des noch Erträglichen gelangt – übrigens in bewundernswerter Aufopferung. Gelingt es, seinem Volk klar vor Augen zu führen, dass es militärisch nichts mehr zu hoffen hat, dann wird die Grenze überschritten, England sein bestes Schwert aus der Hand geschlagen werden.“ Falkenhayn hoffte, dass auf den Zusammenbruch des französischen Widerstands der Rückzug der britischen Streitkräfte folgen würde.

Als Angriffsziel zog er die Festungsstädte Belfort und Verdun in Erwägung. Aufgrund der strategisch eher unbedeutenden Lage Belforts in der Nähe der deutsch-französischen Grenze und der möglichen Flankierung der Festung Metz entschied sich die Oberste Heeresleitung für die Festung Verdun.

Die strategische Lage von Verdun im Frontgürtel versprach auf den ersten Blick ein lohnendes Ziel: Nach den Grenzschlachten im September 1914 hatte die deutsche Offensive einen Keil in der Front bei St. Mihiel gebildet, der als ständige Bedrohung vor den französischen Verteidigern hing. Dadurch konnte die deutsche 5. Armee unter Kronprinz Wilhelm von drei Seiten angreifen, während das französische Oberkommando (GQG – Grand Quartier Général) gezwungen war, von anderen, wesentlich wichtigeren Frontabschnitten Truppen abzuziehen und über den schmalen Korridor zwischen Bar-le-Duc und Verdun an den angegriffenen Abschnitt zu verlegen. Andererseits vermittelt ein Blick auf die Geografie ein völlig anderes Bild: die französischen Befestigungsanlagen waren in die Hänge, Wälder und auf den Gipfeln der Côtes Lorraines eingegraben worden. Befestigte Unterstände, Laufgänge, betonierte Blockhäuser, Infanteriewerke und nicht zuletzt die Forts waren für die angreifenden Soldaten fast unmöglich zu nehmende Hindernisse, ganz zu schweigen von den Stacheldrähten, dem Gestrüpp und Unterholz und dem zu überwindenden Höhenunterschied von 100 Metern. Es musste mit großen Verlusten gerechnet werden.

Um diesen Bedingungen zu begegnen, sollte mit einem Geschützfeuer von zuvor nicht gekanntem Ausmaß der Angriff der deutschen Verbände vorbereitet werden. Der strategische Plan erhielt den Namen „Chi 45“ – nach dem damals gültigen Geheimschlüssel die Bezeichnung für „Gericht“. Weihnachten 1915 erteilte Kaiser Wilhelm II. die Erlaubnis für die Durchführung der Offensive. Den eigentlichen Angriff sollte dabei die deutsche Fünfte Armee unter Kronprinz Wilhelm von Preußen am Ostufer der Maas durchführen. Ein groß angelegter Angriff auf beiden Seiten des Flusses wurde von Falkenhayn ausgeschlossen. Dieser augenscheinlich widersinnige Entschluss, der die überlegene Stellung der Deutschen auf beiden Seiten des Flusses nicht berücksichtigte, wurde sowohl von Kronprinz Wilhelm als auch von Konstantin Schmidt von Knobelsdorf, Stabschef der 5. Armee und eigentlicher Entscheidungsträger, scharf kritisiert. Trotzdem wurden keine Modifikationen an „Chi 45“ vorgenommen.

Abhängig von der nationalen, kulturellen oder sozialen Herkunft wird das Ergebnis der Kämpfe vor Verdun mehrdeutig interpretiert, sei es als Erfolg der Franzosen, sei es als ein Unentschieden, sei es als Erfolg der Deutschen. Ein endgültiges Urteil ist im Rahmen des später verlorenen Krieges ein sehr komplexes Unterfangen, da die Wahl des richtigen Maßstabes die größten Schwierigkeiten bereitet.

Eine sehr einfache und fast sterile Herangehensweise zur Klärung ist die Wahl der Ausgangslage der Frontlinie am 24. Februar 1916. Die Abwägung des Vormarsches und des Geländegewinnes der Deutschen kann zu der Interpretation führen, dass die deutsche Armee auch nach Beendigung der Schlacht im Dezember 1916 mehr Gelände gewonnen hielt, als sie durch den französischen Gegenstoss ab Juli 1916 wieder verloren hatte, und sie insofern als Gewinner der eigentlichen Schlacht von Verdun gesehen werden kann. Diese Front wurde bis zum Eintreffen der Amerikaner und dem Verlust der Einbuchtung um St. Mihiel weitestgehend gehalten.


Ausblutung – Ziele Falkenhayns [Bearbeiten]
Welche Ziele Falkenhayn mit dem Angriff auf Verdun verfolgte, wurde von ihm niemals offen ausgesprochen. (Wohl aber sprach er wiederholt vom „Weißbluten des Feindes“ im engeren Umfeld höchster militärischer Kreise.) Die Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen hätte zwar negative Auswirkungen auf die französische Kriegsmoral gehabt, doch hätte sich Verdun nicht als Ausgangspunkt für einen entscheidenden Angriff auf Frankreich nutzen lassen können. Die Entfernung zur französischen Hauptstadt Paris beträgt 262 Kilometer, die in einem derartigen Stellungskrieg nahezu unüberwindbar gewesen wären.

In seinen nach dem Krieg (1919) erschienenen Memoiren behauptet Falkenhayn, er habe bereits im Jahre 1915 von einer Strategie der Zermürbung gesprochen, einer Taktik des „Herausreißens und Haltens“. Zur Bestätigung dieser Aussage wird dabei häufig die Tatsache genannt, dass Falkenhayn keinen konzertierten Angriff auf beiden Flussufern der Maas gestartet hatte, der wahrscheinlich die schnelle Einnahme von Verdun bedeutet hätte. Eine vielfach vorgenommene Interpretation dieser Entscheidung war, dass die OHL dadurch einen direkten Erfolg vermeiden wollte, um so die französischen Truppen vor Verdun zur Verteidigung zu konzentrieren. Insofern hätte Falkenhayn also tatsächlich nicht die Einnahme Verduns, sondern die Verwicklung der französischen Armee in eine langwierige Abnutzungsschlacht beabsichtigt, die schließlich zur völligen materiellen und personellen Erschöpfung Frankreichs führen sollte. Dieser Plan ist jedoch durch keine Aufzeichnungen als die von Falkenhayn selbst und viel später geschriebene zu beweisen und wird heute skeptisch, aber nicht als unmöglich, betrachtet.

Wahrscheinlicher und gängige Lesart ist, dass Falkenhayn, als Chef des Heeres ein eher zögernder Stratege, diese Strategie nicht von Anfang verfolgt hat, sondern dass er sie erst im Laufe der Schlacht vom reinen Mittel zum Ziel erklärt hat. Und dies vor allem als Rechtfertigung vor dem Hintergrund der erfolglosen Vorstöße und der hohen eigenen Verluste. Für diese Auslegung sprechen eindeutig die Befehle an die kämpfende Truppe, die auf Geländegewinn ausgelegt sind: Falkenhayn befahl eine Offensive „im Raum der Meuse in Richtung Verdun“, der Kronprinz erklärte, „die Festung Verdun schnell zu Fall zu bringen“, und von Knobelsdorf hatte den beiden Angriffskorps die Aufgabe gestellt, „soweit wie möglich vorzurücken“. Die angreifende 5. Armee setzte diese Befehle ohne taktisches, der Ausblutungsstrategie folgendes Abwarten und ohne ausschließlich auf hohe fremde Verluste gezieltes Angreifen in die Tat um. Es ist nur ein einziges deutliches deutsches Ziel bei dem folgenden Angriff zu erkennen: Verdun.


Die Festung Verdun [Bearbeiten]
Vom französischen Standpunkt aus war die Verteidigung Verduns eine patriotische Pflicht, die der modernen militärischen Sichtweise jedoch völlig widerspricht: Ein strategischer Rückzug auf die bewaldeten Höhenrücken westlich von Verdun hätte eine wesentlich einfachere Verteidigungsposition geschaffen, die Ausbuchtung gelöscht und Truppen freigesetzt. Die von Joffre vehement vertretene französische Militärdoktrin von 1910 erlaubte aber lediglich die Offensive à l'outrance, Vormarsch bis zum Rhein. Eine defensive Taktik oder Strategie wurde niemals ernsthaft in Betracht gezogen, mehr noch wurden die Bedenken von einigen Offizieren, unter ihnen General Pétain und Colonel Driant, gegen diese Doktrin als defätistisch abgelehnt.

Letzterer hatte als Kommandeur des wichtigen Abschnitts im Caures-Wald und Befehlshaber des 56. und 59. Bataillons der chasseurs à pied mehrfach vergeblich versucht, das GQG zu einer deutlichen Verbesserung des französischen Grabensystems zu bewegen. Auf eigene Faust ließ Driant seine Elitetruppen ihre Stellung gegen den erwarteten Angriff befestigen, trotzdem fiel er im ersten Angriff am 22. Februar. Komplementär zu einer sinnvollen Verteidigung verließen sich das GQG und Joffre auf das System der französischen Verteidigung durch Angriff, deren Rückgrat die Stoßkraft des poilu (der Behaarte) war, des einfachen Soldaten, der durch sein cran, seine Kampfkraft, den entscheidenden Vorteil bringen sollte.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 ging man in Frankreich trotz der Überzeugung, einen Sieg nur durch einen Infanterievormarsch erringen zu können, dazu über, die Grenze zum Deutschen Reich durch die Errichtung zeitgemäßer Befestigungsanlagen zu sichern. Zu diesem Zweck wurden mehrere ostfranzösische Städte mit einem Ring aus Forts umgeben, darunter auch das an der Maas gelegene Verdun (vgl. barriere de fer). Verdun galt vor allem als Ersatz für das verloren gegangene Metz, dessen alte Befestigungen durch das Kaiserreich stark ausgebaut wurden. Die Gegend um Metz sollte nach Vorstellungen der Obersten Heeresleitung ein Glacis bilden, auf dem Frankreich im zu erwartenden Revanchekrieg verbluten sollte. Bei Kriegsbeginn gab es über 40 Befestigungen in und um Verdun, darunter 20 Forts und Zwischenwerke (Ouvrages), die mit Maschinengewehren, gepanzerten Beobachtungs- und Geschütztürmen sowie Kasematten bestückt waren. Verdun gehörte somit zu den bestbefestigten Standorten. Ein weiterer Grund für den besonders starken Ausbau der Feste Verdun war die auch für die damaligen Verkehrsmittel geringe Entfernung von 250 km bis Paris wie auch die Lage an einer Hauptstraße.

Bereits vom 22. bis 25. September 1914 war es vor Verdun zu Kämpfen gekommen, die den deutschen Vormarsch im Maas-Gebiet beendet hatten. Unter dem Eindruck der enormen Zerstörungskraft der deutschen Belagerungsgeschütze vor Namur und Lüttich sah man die Bedeutung von starken Festungsanlagen bei einem starken Angriff mit Belagerungsgeschützen unter einem anderen Sichtwinkel. Dies und der Umstand, dass sich die Kriegsparteien in der Folgezeit der Grenzschlachten auf andere Frontabschnitte konzentrierten, führte zu einer Neubewertung der Bedeutung von Verdun als geringer: das GQG unter Joseph Joffre erklärte Verdun zu einem ruhigen Abschnitt. Am 5. August 1915 wurde die Festung Verdun sogar offiziell zum Zentrum der Région Fortifiée de Verdun - RFV („Befestigte Region von Verdun“) herabgestuft. In den darauf folgenden Monaten wurden konsequenterweise 43 schwere und 11 leichte Geschützbatterien aus dem Festungsring abgezogen und die meisten Maschinengewehre der Forts an Feldeinheiten übergeben. Es waren jetzt nur noch drei Divisionen des XX. Korps stationiert: die 72. Reservedivision aus der Region Verdun, die 51. Reservedivision aus Lille und die 14. reguläre Division aus Besançon. Die 37. Division aus Algerien lag in Reserve.


Verzeichnis der Befestigungen in und um Verdun [Bearbeiten]
Die „Feste Verdun“ bestand aus 20 Forts, 20 Ouvrages und diversen mehr oder minder großen Batterien, Stollensystemen und Infanteriewerken.


Verlauf der Schlacht [Bearbeiten]

Vorbereitung der deutschen Offensive [Bearbeiten]
Bereits Ende 1915 begannen die Vorbereitungen für den deutschen Angriff. Auf engstem Raum wurden 1.220 Geschütze zusammengezogen, während 1300 Munitionszüge zweieinhalb Millionen Artilleriegeschosse an die Front transportierten. Am 6. Februar 1916 wurde der Stab des 12.I.B. mit der schon dort befindlichen Führung der 6.I.D. in Billy zusammengeführt. Um die französischen Gegner nicht auf den Plan aufmerksam zu machen, musste das Einschießen der Geschütze nach und nach erfolgen, was zu einer sehr langen Vorbereitungszeit führte. Nächtelang hob man auf deutscher Seite Angriffsstellungen aus, die man vor Fliegereinsicht tarnte. Zur Bekämpfung der französischen Infanterie stellte das deutsche Heer zahlreiche Geschütze der Kaliber 7,7 cm bis 21 cm bereit, während gegen die französischen Nachschublinien Kanonen mit großer Reichweite eingesetzt werden sollten. Hinzu kamen u. a. 21-cm-Mörser, die besonders schlagkräftig waren. Daneben bot das deutsche Heer 17 Mörser vom Kaliber 30,5 cm auf. Die schwersten deutschen Geschütze, die in das Angriffsgebiet transportiert wurden, waren zwei 38-cm-Schiffsgeschütze („Langer Max“) und 13 Mörser mit einem Kaliber von 42 cm, auch als „Dicke Bertha“ bekannt. Auch die Mannschaftsstärke der 5. Armee wurde um zehn zusätzliche Divisionen, darunter sechs reguläre, ebenfalls kräftig erhöht. Insgesamt sollten zwölf Regimenter den ersten Angriff tragen: das VII. Reservekorps (aus Westfalen und Rheinland) im Norden, das XVIII. reguläre Korps (aus Hessen) in der Mitte und das III. reguläre Korps (aus Brandenburg) im Süden.

Trotz mehrfacher Warnung durch den Geheimdienst wurde sich die militärische Führung auf französischer Seite erst am 10. Februar bewusst, dass ein Angriff auf Verdun unmittelbar bevorstand. Dieser war für den 12. Februar geplant, doch musste er aufgrund von Hagelschauern verschoben werden. Joffre befahl, Verstärkungen nach Verdun zu verlegen, währenddessen begann die Garnison von Verdun auf Befehl des Gouverneurs der Stadt, General Herr, mit der notdürftigen Errichtung von Feldbefestigungen. Zwar existierte vor den Forts von Verdun ein simples System aus Schützengräben, doch war dieses nicht auf die Abwehr eines großangelegten Angriffs ausgerichtet. Als am 20. Februar das Wetter aufklarte, setzte der deutsche Generalstab den Angriffsbeginn auf den darauffolgenden Morgen fest.


Die ersten vier Tage [Bearbeiten]

Schlacht bei Verdun 1916Am Morgen des 21. Februar 1916 feuerte um 8:12 Uhr deutscher Zeit (7:12 Uhr nach französischer Zeit) ein im Wald von Warphémont (49° 21′ 32″ N, 5° 36′ 18″ O49.35876111115.604966666677) stehendes deutsches 38-cm-Schiffsgeschütz „Langer Max“ eine Granate auf das 27 Kilometer entfernte Verdun ab. Die Granate sollte eine Brücke über die Maas zerstören, verfehlte jedoch ihr Ziel und explodierte entweder neben der Kathedrale der Stadt oder in der Nähe des Bahnhofs. Danach eröffneten zeitgleich die 1220 deutschen Geschütze aller Kaliber das Feuer auf die französischen Stellungen und auf das Hinterland. Die Schwere des Beschusses, der nun über neun Stunden, pausenlos und mit einer bis dahin nicht für möglich gehaltenen Intensität erfolgte, war in der militärischen Geschichte beispiellos. Die Angreifer selbst und die Männer auf der anderen Seite waren erstaunt und schockiert zugleich von der gewaltigen Wirkung dieses Bombardements, das seine Gewalt sogar noch ins Unermessliche zu steigern schien: Feldgeschütze kleiner und mittlerer Kaliber befeuerten die vordersten französischen Linien, die schweren Geschütze zielten auf die zweite und dritte Verteidigungsanlage, und die schwersten Kaliber nahmen die Versorgungslinien und die wichtigsten Festungswerke der Franzosen unter Feuer. Durch die nahegelegenen Versorgungslinien der Frontbahn mit ausreichend Munition versorgt, war auf dem gesamten Frontabschnitt eine Geschossmenge von etwa 100.000 Einschlägen pro Stunde möglich. Um 13:30 Uhr wurde das Geschützfeuer durch 150 Minenwerfer nochmals intensiviert, die in den Gräben und Sappen auf französischer Seite schwerste Verwüstungen anrichteten. Der Höhepunkt des Infernos war um 16:00 Uhr erreicht: Die deutsche Artillerie ging zum Trommelfeuer auf die französischen Linien über. Nun feuerten die deutschen Geschützmannschaften wie in Trance, unter Einsatz ihrer gesamten körperlichen Möglichkeiten und an den Leistungsgrenzen ihrer Geschütze. Ein Geschossregen ging auf die Verteidiger nieder, den die Besatzungen in den Werken mit Entsetzen und ungläubigem Kopfschütteln quittierten, so erstaunt und schockiert waren die Männer darüber, dass so etwas überhaupt möglich sei. (Diese Erfahrung werden sie im selben Jahr an der Somme gegen die Deutschen einsetzen und diesen bis dahin für unmöglich gehaltenen Beschuss mit spielender Leichtigkeit übertreffen.)

Währenddessen standen sechs deutsche Infanteriedivisionen zum Angriff bereit. Zunächst wurden kleine Trupps vorgeschickt, die das zerschossene Terrain nach den besten und nicht mehr widerstandsfähigen Angriffslücken für die angreifenden Spezialkräfte überprüfen sollten. Als spezieller Truppenteil waren diese Sturmtruppen darauf trainiert, gleichzeitig zu laufen und zu feuern, eine Technik, die von Hauptmann Willy Rohr 1915 entwickelt und von Falkenhayn zur allgemeinen Einführung befohlen wurde. Die Sturmtruppen hatten das Bajonett aufgepflanzt und waren ausgerüstet mit Patronenbandoliers (90 Schuss), umgehängten Sandsäcken mit Stielhandgranaten und Gasmasken, einige trugen Flammenwerfer und z. T. große Pionierschaufeln, um eroberte Schützengräben und Stellungen möglichst schnell zur eigenen Verteidigung wiederherzurichten. Außerdem hatten die meisten von ihnen eine Ausbildung an feindlichen Waffen, vor allem Maschinengewehre und Handgranaten, um erbeutete Waffen sofort einsetzen zu können. Die Spitzen der Pickelhauben waren abmontiert worden, um nicht im Stacheldraht hängen zu bleiben; einige wenige Soldaten trugen mit dem Stahlhelm Modell 1916 bereits jenen Helm, dessen Form für drei Jahrzehnte zum Symbol des deutschen Infanteristen werden sollte.

Die erste Angriffswelle um 17:00 Uhr bestand also aus Aufklärern, Sturmtruppen, aber auch Artilleriebeobachtern und Pionieren. Hinter ihnen rückte die breite Masse der restlichen Infanterie vor, die ebenfalls mit Schanzzeug und Arbeitswerkzeugen zum Ausbau der eroberten Stellungen ausgerüstet waren. Die deutschen Truppen hatten ausdrücklichen Befehl, zunächst das Gebiet nur zu erkunden, die vordersten französischen Gräben einzunehmen und sie gegen etwaige Gegenangriffe auszubauen.

Das VII. Reservekorps unter General von Zwehl stieß unter Missachtung dieser Weisungen zum Bois d'Haumont vor, den es nach fünfstündigem Kampf einnehmen konnte. Als General Schmidt von Knobelsdorf über die deutschen Anfangserfolge informiert wurde, ordnete er an: „Gut, denn man alles heute nehmen!“ (Im Sinne von: Dann erobert das restliche Gelände heute auch noch). Sehr schwer hatte es das XVIII. Armeekorps, das den Caureswald angreifen sollte und dort auf die Jägerbataillone unter Oberst Driant stieß, von denen viele dank der ausgebauten Stellungen das Trommelfeuer überlebt hatten und nun als Eliteeinheiten ihren Abschnitt bis zum Letzten verteidigten (von 600 Mann Sollstärke waren am Abend noch 160 einsatzfähig). Das III. Armeekorps lag vor den französischen Stellungen im Herbebois fest.

Als Resultat des ersten Tages musste festgestellt werden, dass trotz des massiven Artilleriebeschusses der französische Widerstand viel zäher war, als man es auf deutscher Seite erwartet hatte. Am ersten Tag der Schlacht wurden etwa 600 deutsche Soldaten getötet oder verwundet. Hätte Kronprinz Wilhelm einen direkten, massiven Infanterieangriff am frühen Vormittag befohlen, so die gängige Meinung der Historiker, wären die verwüsteten Stellungen der Franzosen genommen worden und die Festung Verdun gefallen. So aber ging der völlig sinnlose Kampf noch Monate weiter.

Am 22. Februar setzte das deutsche Heer seine Angriffe unbeirrt fort. Die französischen Soldaten verteidigten sich in versprengten Widerstandsnestern, konnten den deutschen Vormarsch jedoch nicht aufhalten. Zu besonders heftigen Kämpfen kam es im Bois des Caures mit den noch lebenden Verteidigern der chasseurs à pied („Jäger zu Fuß“) und hessischen Truppen u. a. der Infanterieregimenter 81 (Frankfurt a. M.), 87 (Mainz) und 115 (Darmstadt). Dem Infanterie-Regiment 159 aus Mülheim an der Ruhr gelang die Einnahme des Dorfes Haumont. Weiter wurde der Bois de Champneuville und der Bois de Brabant genommen

Am 23. Februar folgten heftige Gefechte um die Dörfer Brabant und Wavrille sowie den Herbebois. Vor allem beim Kampf um Samogneux kam es zu einem tragischen Ereignis. Deutsche Truppen hatten Samogneux eingenommen, waren jedoch kurz darauf durch einen französischen Gegenangriff wieder zurückgeschlagen worden. Die französischen Artilleristen nahmen das Dorf unter Feuer, weil sie davon ausgingen, dass es sich noch in deutschen Händen befände. Dabei richteten sie schwere Verluste unter ihren Kameraden an und ebneten den Deutschen den Weg für einen weiteren Angriff, der ihnen endgültig die Kontrolle über Samogneux einbrachte. Es wurden keine größeren Erfolge gemeldet.

Am 24. Februar nahm das XVIII. Armeekorps Beaumont ein, wobei französische MG-Stellungen zahlreiche Angreifer töteten oder verwundeten. Weiterhin wurden die Dörfer Samogneux, Brabant, Wavrille, der Herbebois, die Höhe 344, das Vaux-Kreuz und die Wälder Caures, Chaume und Wavrille genommen. Die beiden französischen Divisionen, die den Frontbogen vom Wald Herbebois bis zur Maas halten mussten (51. und 72.), hatten am Abend des 24. Februar eine Verlustrate von etwa 60 %, was in Verbindung mit der fehlenden Artillerieunterstützung zu einer gefährlichen Schwächung der Moral beitrug. Die Geländegewinne der Deutschen waren an diesem Tag die größten seit Beginn der Offensive, deshalb zog General Herr die Räumung des rechten Maas-Ufers in Erwägung, doch befahl General Joffre unter Androhung standrechtlicher Hinrichtungen, dass jede Stellung zu halten sei. Als Verstärkungen wurden jetzt die 37. algerische Division aus ihrer Reservestellung und drei reguläre Infanteriedivisionen an die Front verlegt (16., 39. und 153.). Durch die klare Luftüberlegenheit der Deutschen mit 168 Flugzeugen und einer Vielzahl von Fesselballons waren die französischen Streitkräfte gezwungen, die Vorebene vor den befestigten Erhebungen (die plaine de la Woëvre) zu evakuieren, da die gut geleiteten Geschütze der Deutschen dort klare Ziele beschießen konnten.

Am 25. Februar erreichten die Hessen das Dorf Louvemont und wurden von mehreren MG-Nestern gestoppt. Nach mörderischem, zweistündigem Kampf wurde es genommen, für ein weiteres Vorrücken reichte die Kraft nicht mehr aus. Die großen Verluste waren nicht nur durch direktes Maschinengewehrfeuer, sondern auch durch die französischen Geschütze bedingt, die jetzt auf der anderen Seite der Maas in ihrem Rücken lagen. Jetzt zeigte sich erstmals in aller Deutlichkeit, dass der Kronprinz Recht behalten hatte mit seiner Forderung, auf beiden Seiten des Flusses anzugreifen. Weiterhin richteten sich die deutschen Angriffe gegen das Dorf Bezonvaux, das vom 44. Französischen Infanterie-Regiment verteidigt wurde. Die Franzosen leisteten erbitterten Widerstand, doch konnten die Deutschen das Dorf bis zum Einbruch der Nacht unter Kontrolle bringen. Von Bezonvaux existierten zu diesem Zeitpunkt nur noch Ruinen. Am selben Tag gelang deutschen Soldaten in einem Handstreich die Einnahme des Fort Douaumont.


26. Februar – Eroberung des Forts Douaumont [Bearbeiten]
Das Fort Douaumont war 1885 als modernste französische Festungsanlage im Verteidigungsgürtel von Verdun errichtet worden. Mit Aufkommen und Einsatz neuartiger Hohlgeschosse, die ohne weitere Probleme die bis dahin üblichen Stein- und Ziegelfestungen durchschlagen konnten, musste eine Erneuerung der Anlage jedoch bereits 1888 eingeleitet werden. Die Decke der zentralen Kaserne wurde im Laufe des Jahres mit einer Betonschicht von 2,50 m Dicke verstärkt, die östlichen Kasematten erhielten eine Schicht von 1,50 m. Man hoffte, durch diese Umbaumaßnahmen die zerstörerische Gewalt selbst der größten deutschen Geschosse vom Kaliber 380 und 420 mm neutralisieren zu können, was auch weitestgehend gelang. Erst im Spätsommer gelang den Franzosen mit einem neuen, äußerst treffsicheren 400-mm-Mörser ein Volltreffer in das dort untergebrachte Lazarett. Trotzdem war das Fort lange Zeit der sicherste Platz im Kampfgebiet. Weiterhin wurde im Zuge der Herabstufung Verduns zur Zone Fortifiée de Verdun die Mehrzahl der im Douaumont untergebrachten Geschütze verlegt, so dass während des entscheidenden deutschen Angriffs nur noch ein verteidigendes Geschütz Kaliber 155 mm zur Verfügung stand.

Das brandenburgische Infanterie-Regiment 24 aus Neuruppin erhielt am 25. Februar den Befehl, sich etwa einen Kilometer vom Fort Douaumont zu verschanzen, um das Vorgehen des Grenadier-Regiments 12 gegen das Dorf Douaumont zu unterstützen. Die Soldaten des Regiments arbeiteten sich jedoch eigenmächtig bis an das Fort heran und warfen die außen verteidigende 37. französische Division zurück. Die Garnison des Forts hatte sich mit Ausnahme der Kanoniere des Geschützes in die untersten Kasematten zurückgezogen, so dass die Deutschen nicht bemerkt wurden. Ein Unteroffizier (später Vizefeldwebel) namens Kunze entdeckte einen direkt in das Fort führenden Schacht, den er mit Hilfe einer von seiner Truppe gebildeten Menschenpyramide betreten konnte. Als ihn die Kanoniere erblickten, flohen sie sofort in die unteren Kasematten, um ihre Kameraden zu warnen. Während Kunze das oberste Stockwerk des Forts erkundete, verschafften sich Leutnant Radtke, Hauptmann Haupt und einige ihrer Soldaten ebenfalls Zutritt. Oberleutnant von Brandis stieß erst viel später zu ihnen. Die aus 67 Soldaten bestehende französische Garnison wurde von etwa 20 deutschen Eindringlingen ohne einen einzigen Schuss abzugeben überrumpelt und zur Aufgabe gezwungen. Das stärkste Fort im Verteidigungsring war in deutscher Hand, es waren 32 Angreifer gefallen, 63 waren verletzt worden.

Die Nachricht von der Eroberung des Douaumont wurde im Deutschen Reich als großer Sieg gefeiert. Zahlreiche Extrablätter erschienen, während man vielerorts die Kirchenglocken läuten ließ. Die Frankfurter Zeitung erklärte in ihrem Extrablatt vom 26. Februar 1916 voller nationaler Gefühle:

Steil und unnahbar ragt der lange, kahle Rücken des Douaumont über die umliegenden Waldberge empor. Weit über die Bodenwellen der Woëvre-Ebene im Osten und das tiefeingeschnittene Maastal im Westen reicht von hier aus der Blick. Fast vier Kilometer lang zieht sich auf dieser Höhe die Reihe der vierzehn Festungswerke hin mit der Richtung nach Nordwesten gegen Louvemont zu, die stärkste Panzerkette der alten Feste Verdun. Die bewaldeten Steilhänge gegen Osten sind durch wenige vorgeschobene, aber anscheinend vorzüglich eingebaute Befestigungen gesichert. Auf dem Gipfel des Douaumont liegt in 388 Meter Höhe das eroberte Panzerfort. Es ist das stärkste der Sperrforts um Verdun, ganz modern mit betonierten Panzerkuppeln und allen technischen Hilfsmitteln reichlich ausgestattet. Unsere schweren Geschütze haben hier ebenso vernichtend und nervenerschütternd gewirkt, wie sie am Tage vorher unseren wackeren Sturmkolonnen die Wege durch die dichten Waldverhaue des Gegners bahnen halfen. Einzelheiten über die Einnahme fehlen noch. Aus der Größe und Schnelligkeit dieses Erfolges, der die voraufgegangenen krönt, kann man wiederum die absolute Sicherheit der Sturmdisziplin ermessen, das unvergleichliche Zusammenarbeiten aller Teile, das peinlich genaue Vorausdenken der Heeresleitung für das Ganze, wie das kraftvolle Eingreifen der Truppe im einzelnen. Die Märker, die mit altpreußischer Wucht den Sturm ausführten, haben eine der schönsten Waffentaten dieses Krieges vollbracht. Wir stürmen heute vielleicht anders als im Anfang des Krieges, aber wir stürmen deshalb wahrlich nicht schlechter, das sind Leistungen und Erfolge, in denen die mühsame und geduldige, die oft so unscheinbare Vorarbeit von tausend Köpfen und abertausend rührigen Händen steckt; es ist technische und militärische Wertarbeit von höchstem Rang. Diese Anspannung aller Kräfte am rechten Ort ist es auch vor allem, die uns Menschenopfer erspart, und die unser Vorgehen fast wie ein unabwendbares Naturereignis wirken läßt. Es lohnt sich da nicht, die „Berge von Leichen“ zu widerlegen die uns die hysterischen Berichte des erschreckten Gegners unablässig zuschreiben, es lohnt sich wirklich nicht!

Oberleutnant von Brandis und Hauptmann Haupt erhielten den Orden Pour-le-Mérite, Leutnant Radtke erhielt zunächst nichts und musste sich nach dem Kriege mit einer signierten Fotografie des Kronprinzen begnügen. Kurz danach wurde er noch zum Hauptmann der Reserve befördert. In Frankreich herrschte nach der Einnahme des Fort Douaumont durch die Deutschen Entsetzen, da der Fall Verduns unmittelbar bevorzustehen schien. Als besondere Schande wurde die Tatsache empfunden, dass das Fort ohne nennenswerten Widerstand in deutsche Hände gefallen war. Obwohl das Fort Douaumont vor Beginn der deutschen Offensive stark an Bedeutung verloren hatte und zeitweilig sogar zur Sprengung vorgesehen war, beschloss man auf französischer Seite, dass es um jeden Preis zurückzuerobern sei.

Am 26. Februar wurde noch die Einnahme einiger Infanteriewerke des Zwischenwerkes Ouvrage de Hardaumont mitgeteilt, danach war der Angriff zum Stehen gekommen. Aus den Quellen der OHL ist zu entnehmen, dass dieser Tag als erster bezeichnet wurde, an dem man keine Bewegung mehr in der Front melden konnte.


Festigung der französischen Front durch General Pétain [Bearbeiten]
Am 26. Februar um 0:00 Uhr wurde General Pétain, der als Brigadegeneral schon im Kriegsausbruchsjahr vor seiner Pensionierung gestanden hatte, zum neuen Oberbefehlshaber der französischen Zweiten Armee ernannt und übernahm somit die Verteidigung von Verdun. Da Pétain den Deutschen als Frontkommandeur im Grabenkrieg gegenübergestanden hatte, erkannte er, dass es den Deutschen niemals gelingen würde, die „Stellungen des Gegners nacheinander in einem Anlauf“ zu nehmen. Dementsprechend empfahl er seinem Oberkommando in einer Denkschrift, die Durchführung von sehr begrenzten Offensiven, die nur soweit gehen dürften, wie die eigene Artillerie Schutz bieten konnte. Ähnlich wie Falkenhayn argumentierte er für einen Abnutzungskrieg, bei dem der Sieg nach der Erschöpfung des Gegners errungen wird.

Mit diesen Überlegungen und der klaren Überzeugung, dass es sich bei der Beschränkung des deutschen Angriffs auf das rechte Maas-Ufer um einen schweren taktischen Fehler gehandelt hatte, befahl Pétain, den inneren Verteidigungsring Verduns zu einer von ihm benannten Sperrfeuerstellung auszubauen, deren Geschütze die Angriffe der Deutschen jederzeit zum Erliegen bringen sollten. Er ließ zehn Batterien von 155-mm-Geschütze auf dem linken Ufer zusammenziehen, von wo aus sie dem VII. Reservekorps schwere Verluste durch Beschuss der Flanke zufügten. Die französischen Artilleristen hatten dabei freie Hand bekommen, nach eigenem Bedarf und Ziel zu operieren, und zudem völlig freie Sicht auf die deutschen Stellungen, so dass ihr Geschützfeuer äußerst zielgenau war.

Zu den weiteren Maßnahmen von General Pétain zählte neben Änderungen der französischen Taktik zur Stärkung der Artillerie auch die effektivere Organisation des Nachschubs. Zur Versorgung von Verdun stand ihm nur die Straße nach Bar-le-Duc zur Verfügung, die sich als einzige Nachschublinie außerhalb der Reichweite der meisten deutschen Geschütze befand. Unklar ist, warum nicht ein direkter massiver Beschuss dieses Nachschubweges durch die deutschen Ferngeschütze befohlen wurde: durch die ungeheure Konzentration von Fahrzeugen und Truppen auf dieser einzigen Straße wäre eine Panik und damit die direkte Unterbrechung der Versorgung gewährleistet gewesen; lediglich einige einzelne deutsche Geschütze beschossen die Straße in unregelmäßigen Abständen, was aber die Zufuhr des französischen Nachschubs nicht sonderlich behinderte. Diese Straße sollte in Frankreich als La Voie Sacrée (Der Leidensweg, oft falsch übersetzt als Heiliger Weg, ist die Namensgebung von Maurice Barrès, jedoch an dem Passionsweg Christi orientiert und sollte an die menschlichen Leiden erinnern, die auf dem Weg zur Front ertragen werden mussten) bekannt werden.

Sie ist auch heute noch die einzige Straße in Frankreich, die keine Straßennummerierung (z. B. N69, D481...) hat. Über die Voie Sacrée gelangte ein endloser Strom an Transportfahrzeugen in die Stadt, die in ganz Frankreich requiriert wurden. Blieb ein Wagen mit technischen Defekten stehen, wurde er einfach zur Seite geschoben, um einen Stau zu verhindern. Eine eigene Reserve-Division hatte die Aufgabe, die Straße instandzuhalten. Die Truppen mussten neben der Straße auf den Feldern marschieren, um den Fluss an Transportfahrzeugen nicht zu unterbrechen. Der Nachschub – in der Anfangsphase der Schlacht mussten täglich 1200 Tonnen Material und Verpflegung auf 3.000 Fahrzeugen an die Front geschafft werden, durch Beschlagnahmungen in ganz Frankreich wuchs der Fahrzeugpark während der Schlacht aber auf über 12.000 Fahrzeuge – über die „Voie Sacrée“ sorgte dafür, dass die französische Armee den deutschen Angreifern in Bezug auf Kriegsgerät, Truppenstärke und vor allem schweren Geschützen allmählich ebenbürtig wurde.

Ausschlaggebend für das Halten der französischen Front war weiterhin das von Pétain eingeführte Reservesystem, in dem die kämpfenden Divisionen nach einem kurzen Fronteinsatz in Reservestellungen und andere Frontabschnitte verlegt wurden: Die kurzen Kampfzeiten vor Verdun verringerten spürbar die Ausfallraten der Truppen und stärkten somit die Moral und den Widerstandsgeist. Insgesamt kämpften bis zum Ende des Krieges 259 der 330 Infanteriedivisionen irgendwann mehr oder weniger lange vor Verdun.

Pétain war letztlich auch verantwortlich für die neue Taktik der Luftwaffe, die in Staffeln gegen die deutschen Aufklärer eingesetzt wurden und dadurch die Überlegenheit gewinnen konnten. Am 6. März wendete sich Pétain an seine Soldaten und forderte sie zu einem unerbittlichen Durchhalten gegenüber den Deutschen auf. Diese Mitteilung an die gesamte Armee wurde bei der Zustellung an das 33. Regiment von den Deutschen abgefangen und von der OHL – auf deutsch übersetzt – veröffentlicht:

Seit dem 21. Februar greift die Armee des Kronprinzen mit äußerster Kraftanstrengung unsere Stellungen um Verdun an. Noch nie hat der Feind so viel Artillerietätigkeit gezeigt, nie so viel Munition aufgewandt. Bereits hat er seine besten Armeekorps, die er seit mehreren Monaten sorgfältig in Ruhe hielt, auf dem Schlachtfelde restlos eingesetzt. Er erneuert seine Infanterieangriffe ohne Rücksicht auf schwere Verluste. Dies alles beweist, welchen Wert Deutschland dieser Offensive beilegt, der ersten großen Stils, welche es seit über einem Jahre auf unserer Front versucht. Es beeilt sich, einen Erfolg herbeizuführen, welcher den Krieg beendet, unter dem seine Bevölkerung mehr und mehr leidet.

Die Träume der Ausbreitung im Orient schwinden; das Anwachsen der russischen und englischen Armeen ruft Beunruhigung hervor. Ein Aufruf des Kaisers, den uns ein Überläufer gebracht hat, ist ein Geständnis der wahren Ursachen dieses verzweifelten Angriffs: „Unser Vaterland“, hat er gesagt, „ist zu diesem Angriffe gezwungen, aber unser eiserner Wille wird den Feind vernichten. Daher befehle ich den Angriff.“ Ihr eiserner Wille wird sich an unserer Standhaftigkeit brechen, wie in Lothringen, in der Picardie, im Artois, an der Yser und in der Champagne. Schließlich werden wir sie bezwingen, und das Scheitern dieser verzweifelten Kraftanstrengung, bei der sie die besten Truppen, die ihnen noch verblieben sind, vergeblich verbraucht haben werden, wird den Auftakt ihres Zusammenbruches bedeuten. Ganz Frankreich blickt auf uns. Noch einmal erwartet es, daß jeder seine Pflicht bis zum letzten tut. Der Kommandierende General der II. Armee. Petain

Der kommandierende Befehlshaber des 33. französischen Infanterieregiments hatte unter diesen Befehl von Hand notiert, dass er nur einen Zusatz hinzufügen könne, nämlich den, dass sich das 33. Regiment seines ehemaligen Kommandeurs würdig erweisen wird, dass es, wenn nötig, sterben, aber niemals weichen wird.


Die Kämpfe bis Anfang März 1916 [Bearbeiten]
Wenige Tage nach der Einnahme des Fort Douaumont unternahmen die deutschen Truppen Angriffe auf das westlich gelegene Dorf Douaumont. Unterstützt durch MG-Schützen, die sich in den Geschütztürmen des Forts verschanzt hatten, griff das brandenburgische Infanterieregiment 24 die französischen Stellungen im Dorf an und wurde unter hohen Verlusten abgewiesen. Ein sächsisches Regiment, das Infanterieregiment 105, das ebenfalls einen Sturmangriff auf Douaumont durchführte, geriet in eigenes Geschützfeuer und musste sich nach schweren Verlusten zurückziehen. Ebenso erfolglos verlief ein Vorstoß des I./Grenadier-Regiments 12 unter Hauptmann Walter Bloem. Besonders schwere Kämpfe tobten zwischen dem 27. Februar und dem 2. März. Am 27. Februar geriet der schwer verwundete französische Hauptmann Charles de Gaulle in deutsche Gefangenschaft. Der französische Widerstand sollte durch die immer nähere Verlegung der deutschen Artillerie an die Front gebrochen werden. Bis zum 2. März konnten die Deutschen mit dem Infanterieregiment 52 aus Cottbus das, was von Dorf Douaumont noch übrig war, vollständig besetzen. Die Eroberung des Dorfes hatte sich für die deutschen Truppen als äußerst verlustreich erwiesen.

Bereits am 27. Februar hatte das schlesische V. Reservekorps den Auftrag erhalten, das Fort Vaux einzunehmen, das zwar kleiner und schwächer war als das Fort Douaumont. Um dem erwarteten Angriff zu begegnen, hatte es von Pétain aber eine starke, verteidigungsbereite Besatzung bekommen. Der Angriff gegen Fort Vaux geriet zu einem blutigen Gemetzel, da die deutschen Truppen aus dem höherliegenden Fort Vaux, aus dem Dorf Vaux, aus dem Caillettewald, aber auch von der anderen Maasseite unter Feuer genommen wurden. Der Angriff wurde durch französische Gegenschläge zum Stehen gebracht. Am 8. März hatten die Deutschen einen Teil des Dorfes Vaux eingenommen und sich bis auf 250 Meter an das Fort herangearbeitet. Die Franzosen hielten jedoch ihre Stellung im Inneren des Forts, und ihre Artillerie belegte von nun an die Höhenkuppe zur Seite der angreifenden Deutschen mit konstantem Feuer. Am 9. März wurde die Falschmeldung verbreitet, deutsche Truppen seien eingedrungen und das Fort sei gefallen; das OHL ließ direkt die folgende Eildepesche verbreiten:

„Dorf und Panzerfeste Vaux genommen“

Großes Hauptquartier, 9. März. – Westlicher Kriegsschauplatz: Vielfach steigerte sich die beiderseitige Artillerietätigkeit zu größerer Lebhaftigkeit. Die Franzosen haben den westlichen Teil des Grabens beim Gehöfte Maisons de Champagne, in dem gestern mit Handgranaten gekämpft wurde, wiedergewonnen. Westlich der Maas sind unsere Truppen beschäftigt, die im Rabenwald noch befindlichen Franzosennester auszuräumen. Östlich des Flusses wurde zur Abkürzung der Verbindung unserer Stellung südlich des Douaumont mit den Linien in der Woëvre nach gründlicher Artillerievorbereitung das Dorf und die Panzerfeste Vaux nebst zahlreichen anschließenden Befestigungen des Gegners unter Führung des Kommandeurs der 9. Reservedivision, Generals der Infanterie v. Guretzky-Cornitz, durch die posenschen Reserveregimenter Nr. 6 und 19 in glänzendem nächtlichen Angriff genommen.

Als dem deutschen Generalstab bewusst wurde, dass die Einnahme des Fort de Vaux nicht geschehen war, befahl er die tatsächliche Einnahme von Fort Vaux. Am 10. März unternahmen die deutschen Truppen mehrere Sturmangriffe, die unter hohen eigenen Verlusten scheiterten. Der Bericht der Obersten Heeresleitung meldete hierzu am 10. März 1916 lediglich:

Gegen unsere neue Front westlich und südlich des Dorfes sowie bei der Feste Vaux führten die Franzosen kräftige Gegenstöße. In ihrem Verlauf gelang es dem Feinde, in der Panzerfeste selbst wieder Fuß zu fassen; im übrigen wurden die Angreifer unter starken Verlusten abgewiesen.


März 1916: Deutsche Offensive gegen Höhe Toter Mann und Höhe 304 [Bearbeiten]
Mit der hervorragenden taktischen Position der französischen Geschütze am westlichen Maasufer und mit der dadurch entstehenden Möglichkeit, die deutschen Angreifer im Osten im Rücken zu treffen, beschloss die OHL eine Ausdehnung der Angriffe auf beiden Seiten des Flusses. Das Gelände auf der Westseite der Maas besaß eine völlig andere Geographie als am Ostufer: kein Wald, keine Schluchten, sondern offenes Hügelgelände. Falkenhayn, Kronprinz Wilhelm und General Schmidt von Knobelsdorf gaben damit dem Drängen des Generals von Zwehl nach, dessen Truppen vom linken Ufer aus permanent unter Beschuss genommen worden waren. Um den unübersichtlichen Kämpfen Rechnung zu tragen und taktische Vorteile zu erlangen, wurden die Gruppenteile zu neuen Angriffsformationen zusammengelegt: auf der Ostseite der Maas am 19. März zur Angriffsgruppe Mudra unter General von Mudra, das alle Korps in diesem Kampfgebiet umfasste (am 19. April in Angriffsgruppe Ost umbenannt).

Am 6. März hatte bereits die geplante Großoffensive der Angriffsgruppe West begonnen. Die 22. Reservedivision aus Schlesiern und Württembergern unter General von Gallwitz ging in zwei Spitzen zum Angriff gegen die französischen Stellungen am linken Maasufer nach starkem, vorbereitendem Artilleriefeuer über. Nach heftigen Gefechten gelang ihnen am 7. März die Einnahme der Dörfer Regnéville und Forges und der strategisch wichtigen Höhenstellungen Côte de l'Oie (Gänserücken) und Côte de Poivre (Pfefferrücken). Die französische 67. Infanterie-Division brach unter dem Angriff zusammen, es wurden über 3300 unverletzte Gefangene gemacht.

Am gleichen Tag stießen die Deutschen zum Bois des Corbeaux (Rabenwald) und zum Bois de Cumières vor, die in ihren nordwestlichen Ausläufern eine strategisch wichtige Anhöhe namens Le Mort Homme („Höhe Toter Mann“) hatten. Dieser Hügel mit zwei Gipfeln (Höhe 265 und Höhe 295) hatte seinen Namen wegen einer dort im 16. Jahrhundert gefundenen unbekannten Leiche bekommen. Westlich der Höhe Toter Mann befindet sich die nach ihrer Höhe über dem mittleren Meeresspiegel benannte Côte 304 („Höhe 304“), die ebenfalls zum Ziel der deutschen Angriffe wurde. Hinter diesen beiden Hügeln standen die von Pétain stationierten, großen Geschützbatterien, die den deutschen Stellungen auf dem rechten Maas-Ufer große Verluste beibrachten. Am Abend des 7. März hatten die deutschen Truppen einen Teil der Höhe 304 besetzt, jedoch drängte sie ein entschlossener französischer Gegenangriff unter Oberleutnant Macker bereits am 8. März wieder zurück.

Bei einem weiteren Angriff der Franzosen am 10. März hatten die Franzosen große Verluste zu beklagen, unter anderem fiel auch Oberleutnant Macker im Artilleriebeschuss. Ihrer Integrations- und Führerfigur beraubt, standen seine Soldaten unter Schock und zogen sich zurück. Die Deutschen konnten den Bois des Corbeaux nun endgültig einnehmen und sich dem Toten Mann zuwenden.

Am 14. März schließlich gelang den Schlesiern die Eroberung des Gipfels des Mort Homme. Kleine Geländegewinne wurden von der Propaganda beider Seiten als große Etappenziele dargestellt, so z. B. die Einnahme der französischen Stellungen nordöstlich von Avocourt durch bayerische Regimenter und württembergische Landwehrbataillone am 21. März, die Erstürmung des Höhenrückens südwestlich von Haucourt zwei Tage später oder die Einnahme des Dorfes Malancourt am 30. März durch Schlesier. Während des gesamten Monats März zogen sich die zermürbenden und extrem brutalen Kämpfe ohne klaren Ausgang hin.


März 1916: Französische Verteidigung auf der Ostseite der Maas [Bearbeiten]
Am rechten Ufer der Maas waren die Franzosen aus ihren Stellungen westlich des Dorfs Douaumont nicht zu vertreiben. Ebenso hielten sie immer noch ihre starke Positionen auf dem Thiaumontrücken mit der Ouvrage de Thiaumont, der anschließenden Kette von Infanteriewerken und Munitionsstollen, der Stollenstellung Les Quatre Cheminees sowie der weiter hinten, Richtung Verdun liegenden „Ouvrage D“, die ihrer Form halber Ouvrage de Morpion oder Filzlaus genannt wurde. Es wurden auch das Fort de Souville und auf die Höhe Froideterre, mit der Ouvrage de Froideterre, von denen sie den stark gewachsenen Nachschubverkehr ins Fort de Douaumont empfindlich stören konnten, weiter gehalten. Das Fort de Douaumont war seit seiner Eroberung zu einem deutschen Depot für Munition, Medizin und Verpflegung geworden und diente den anmarschierenden Truppen zum Schutz und zur Ruhe vor dem Sturm; der Kampfwert war eher gering, denn das vorhandene 155-mm-Geschütz im Dreh/Versenkturm konnte nicht in Richtung der Stadt oder der französischen Linien gedreht werden; somit wurde er im weiteren nur als Lichtsignalstation genutzt. Der lange und verlustreiche, aber letztlich doch erfolgreiche Vormarsch brandenburgischer und hessischer Regimenter gegen den Caillettewald konnte mittlerweile nicht mehr durch die üblichen Grabensysteme geschützt und stabilisiert werden. Aufgrund des starken Gegenfeuers mussten die angreifenden Truppen ihre Stellung in Granattrichtern beziehen. Vor allem die MG-Stellungen auf der gegenüberliegenden Seite der Höhe Froideterre und des Fort Souville beherrschten das Gelände bei Tag, so dass Ausbau, Nachschub frischer Verbände und Evakuierung nur bei Nacht passieren konnte. Ein ähnliches Bild bot sich vor dem Fort Vaux. Die Reserven zur Aufrechterhaltung des steckengebliebenen Angriffs wurden über einen Anmarschweg über den Damm des Vauxteiches geführt, den die französische Artilleristen sehr genau kannten, von der Souville-Nase (Nez de Souville) her einsehen und beschießen konnten. Das tägliche Feuer forderte bis Dezember 1916 tausende Gefallene, der Weg zur Front bekam den Namen Todespfad.


April 1916: Im Westen nichts Neues [Bearbeiten]
Insgesamt blieb die Frontlinie am Westufer der Maas entlang der Höhenzüge hängen, und die Schlacht entwickelte sich im Verlauf der nächsten 30 Tage mehr und mehr zu einem reinen Artillerieduell. Die Einnahme des Gipfel des Toten Mannes durch die Deutschen wurde von den Franzosen nicht nur militärisch, sondern auch propagandistisch beantwortet: Sie erklärten den zweiten, südlicheren Gipfel, den sie immer noch hielten, zum Hauptgipfel, um so den Deutschen einen symbolischen Triumph zu rauben. Am 6. April konnte die OHL die Einnahme des Dorfes Haucourt am Fuß der Höhe 304 melden, bei der etwa 540 Gefangene gemacht wurden.

Am 9. April fiel die Entscheidung, eine weitere Offensive mit einem massiven Angriff auf der Gesamtlänge der jetzt insgesamt 30 km langen Front zu beginnen. Bereits am ersten Tag meinten die deutschen Sturmtruppen, doch noch den Gipfel der Höhe 304 eingenommen zu haben, doch der Höhenzug, der erreicht wurde, stellte sich lediglich als ein weiterer Vorkamm heraus. Sowohl die Höhe Toter Mann als auch die Höhe 304 wurden jetzt quasi ununterbrochen von den Geschützen beider Seiten unter Feuer genommen, um die Angriffe der gleichzeitig anstürmenden französischen und deutschen Infanterie unter höchsten Verlusten zum Erliegen zu bringen und die gegnerischen Geschützstellungen auszuschalten. Dieses Ziel wurde fast immer erreicht.

Waren Stellungen eingenommen, mussten sie gegen den unvermeidlichen Gegenangriff ausgebaut und geschützt werden. Unter diesen unmenschlichen Umständen war es für die Infanteristen jedoch äußerst schwierig, einen Graben auszuheben, da neben dem ständigen Granatenbeschuss tagsüber auch zahlreiche feindliche Scharfschützen aktiv waren, während die Erde in dem kalten April 1916 nachts gefror. Der Kampf um die Höhe Toter Mann und Höhe 304 waren zum Zeichen eines völlig entmenschlichten Krieges geworden: die Soldaten fielen den einschlagenden Granaten zum Opfer, ohne auch nur einen Feind gesehen zu haben. Der vom 9. bis 14. April am Toten Mann in Stellung liegende französische Hauptmann Augustin Cochin vom 146. Infanterieregiment sah in der ganzen Zeit in den ersten Linien keinen einzigen angreifenden deutschen Soldaten. Er beschrieb diese Hölle so: „Die letzten zwei Tage in eisigem Schlamm, unter furchtbarem Artilleriefeuer, mit keiner anderen Deckung als der Enge des Grabens...Natürlich hat der boche nicht angegriffen, das wäre auch zu dumm gewesen... Ergebnis: Ich bin hier mit 175 Mann angekommen und mit 34 zurückgekehrt, von denen einige halb verrückt geworden sind.... Sie antworteten nicht mehr, wenn ich sie ansprach.“

Nach nur vier Tagen blieb auch der neueste deutsche Angriff stecken, diesmal auch aufgrund des strömenden Regens, der fast durchgehend bis zum Ende des Monats anhielt und eine Einschränkung der Offensivbemühungen beider Seiten erforderte. Dies hieß unter den Bedingungen der Schlacht um Verdun, dass zwar immer noch Angriff mit Gegenangriff beantwortet wurde, es hieß auch immer noch fortwährender Handgranatenkampf, Nahkampf mit Spaten und Bajonett, Stellungsausbau, aber es hieß auch vor allem Artilleriebeschuss, durchgehend, Tag und Nacht. Die groß angelegten Offensiven zur Einnahme der Höhenzüge wurden eingestellt, aber der Kampf westlich der Maas war bereits nach 30 Tagen zu einem beispielhaften Ausbluten beider Seiten geworden, ganz nach den jetzigen Vorstellungen Falkenhayns. Die erfolgreiche Gegenwehr gegen die deutschen Versuche, die Höhen 304 und Toter Mann zu erobern, veranlasste General Pétain, am 10. April eine an die Soldaten der Zweiten Armee gerichtete Mitteilung zu verfassen, in der er seine Truppen zu noch größeren Anstrengungen aufrief:

Le 9 avril est une journée glorieuse pour nos armées; les assauts furieux des armées du Kronprinz ont été partout brisés: Fantassins, artilleurs, sapeurs, aviateurs de la IIe Armée ont rivalisé d'héroïsme. Honneur à tous! Les Allemands attaqueront sans doute encore, que chacun travaille et veille pour obtenir le même succès qu'hier! Courage!... On les aura!... Ph. Pétain, [ordre du jour N° 94 du 10 avril 1916].

Der 9. April ist ein ruhmreicher Tag für unsere Armeen, die wilden Angriffe der Armeen des Kronprinzen wurden überall zurückgeschlagen: Infanteristen, Artilleristen, Pioniere und Flieger der II. Armee haben mit Heldenmut gekämpft. Ehre gebührt allen! Die Deutschen werden ohne Zweifel nochmals angreifen, auf dass jeder achtgibt und dafür arbeitet, einen ähnlichen Sieg wie gestern zu erringen. Nur Mut!...Wir kriegen sie noch! Philippe Pétain.

Diese Zuversicht und unerschütterliche Standhaftigkeit, mit der Pétain seinen Soldaten den Sieg ankündigte, trug in der Nachkriegszeit viel zu seiner Aura als Retter Frankreichs bei und machte ihn zu einem Nationalhelden. Während des gesamten Monats April befahl Pétain die heftige Verteidigung gegen die deutschen Versuche am Fort Vaux und an den Höhenzügen 304 und Toter Mann und den gleichzeitigen, unerbittlichen Vorstoß auf sein nunmehr zentrales Ziel der Rückeroberung des Fort Douaumont, dies, um eine neue Flanke gegen die Deutschen zu öffnen. Den ganzen Monat April stürmten die französischen Truppen am östlichen Maasufer gegen die deutschen Stellungen vor Fort Douaumont immer wieder von neuem an und hatten horrende Verluste, aber sie bekamen die Mondlandschaft vorerst nicht in ihren Besitz.

Pétain, der bei seinen Soldaten beliebteste General, der weitestgehend verlustreiche und aussichtslose Sturmangriffe vermieden und immer gegen die französische Militärdoktrin offensive à l'outrance gestanden hatte, wurde am 19. April von seinem Posten weggelobt und für den erfolgreichen Abwehrkampf zum Befehlshaber der französischen Heeresgruppe Mitte befördert. Offiziell wurde diese Leistung auch als Grund für seine Beförderung nach nur 2 Monaten im Amt vor Verdun genannt. Inoffiziell kann man andere Beweggründe für die Entfernung von Pétain erkennen: Joffre wollte andere Frontabschnitte stärken und entsprechend den Vereinbarungen mit den Engländern einen gemeinsamen Angriff an der Somme starten. Wollte er diese große Offensive nicht gefährden, musste Joffre das von Pétain eingeführte System des steten und schnellen Austauschs der Divisionen vor Verdun ändern, da es immer mehr Truppen an der Verdunfront band. Entgegen dem eigentlichen Konzept (Angriff von 39 Divisionen auf 40 km Breite) planten die Franzosen aus diesem Grund bereits am 26. April mit nur noch 30 Divisionen auf einer Länge von 25 km für die Attacke an der Somme. Als es zur Schlacht an der Somme kam, konnte das GQG nur noch 12 Divisionen auf 15 km Breite abstellen. Eine Änderung des Systems aber zog eine Versetzung des Systemgründers nach sich.


April bis Mai 1916: Versetzung Pétains – Beginn der französischen Offensiven [Bearbeiten]
Neuer Kommandant der französischen Zweiten Armee wurde General Robert Nivelle, der den Übergang zu einer aggressiveren Taktik anstrebte und seine Divisionen sehr viel länger an ihrer Front einsetzte. Er war ganz nach dem Geschmack von Joffre ein eindeutiger Verfechter des Vorkriegssystems der offensive à l'outrance und machte direkt Gebrauch von seiner Befehlsgewalt. Immer wieder ließ er in den nächsten Monaten seine Soldaten aussichtslos und brutal gegen die deutschen Stellungen anstürmen, ohne damit größere Bewegung in die Linie zu bringen. Die französischen Kommandeure hielten sich an die Befehle des GQG und ließen ihre Truppen gegen die Stellungen der Deutschen anrennen und die eigenen Gräben bis zum Tod verteidigen, und dies auch, um die Anwendung der ausgesprochenen Weisung zu verhindern, dass jeder Soldat, Schütze oder General, bei einem Rückzug degradiert und vor ein Kriegsgericht gestellt würde.

Währenddessen machte sich auf der Führungsebene der deutschen Fünften Armee Unmut bemerkbar. Da die Zahl der Todesopfer bis zum Mai gewaltige Ausmaße angenommen hatte, bat Kronprinz Wilhelm die OHL um den Abbruch der Offensive. Falkenhayn lehnte dies zögernd, aber strikt ab, da er immer noch von höheren Verlusten auf französischer Seite ausging und somit die Offensive als Erfolg betrachtete. Man kann allerdings bezweifeln, dass er überhaupt eine alternative Strategie in Betracht gezogen hatte, denn ein Abbruch der Schlacht wäre dem Eingeständnis einer Niederlage gleichzusetzen gewesen. Bis Ende Mai waren in Verdun bereits über 170.000 Soldaten beider Seiten entweder gefallen oder verwundet worden, aber wie schon während der beiden ersten Monate des Kampfes wurden die auch nach den Maßstäben vor Verdun geringen Erfolge beider Seiten zu großen Siegen ausgebaut. Am 8. Mai wurde beispielsweise die Einnahme eines Nordhanges der Höhe 304 durch die 56. Infanteriedivision als großer, strategischer Sieg propagiert, bei dem „an unverwundeten Gefangenen nur 40 Offiziere, 1280 Mann in unsere Hände fielen“.

Die endgültige Einnahme der Gipfel des Mort Homme und der Cote 304 gelang Einheiten der deutschen 4. und der 56. Infanteriedivision Anfang bzw. Mitte des Monats Mai. Jetzt lagen ihre Nachschub- und Verstärkungswege mitten im mörderischen feindlichen Feuer, was die Deutschen im späteren Verlauf der Schlacht zum Bau von drei Zugangstunnel veranlassen sollte. Die Franzosen verstärkten ihre Angriffe gegen die deutschen Höhenstellungen, und der Nahkampf im erbarmungslosen Artilleriefeuer ging weiter.


8. Mai 1916: Katastrophe im Fort Douaumont [Bearbeiten]
Ebenfalls am 8. Mai kam es im heftig umkämpften Fort Douaumont, das von den Deutschen den Spitznamen „Sargdeckel“ erhalten hatte, zu einer Explosionskatastrophe und dem Verlust von etwa 800 Soldaten. Der Zwischenfall ist in Teilen immer noch ungeklärt und wird ungeklärt bleiben, da alle möglichen Verursacher bei der Explosion starben. Nach einem weiteren, erfolglosen Angriff am 7. Mai 1916 Richtung Thiaumont hatten sich Teile des Grenadierregiments 12 und des Infanterieregiments 52 aus Brandenburg in das Fort

Die Schlacht um Verdun.

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Für Deutschland endet erst 2010 der Erste Weltkrieg Erschienen am 06. Dezember 2009 | Von Georg Ismar, dpa Verdun: Symbol für sinnloses Gemetzel im Ersten Weltkrieg Es ist nur ein kleiner... Mehr anzeigen
Verdun- Exkursion der D´FFV e.V. im Februar 2010.
Hallo, Ich hab einige Bilder der Verdun Exkursion vom 18.02 - 22.02. bei Facebook eingestellt. http://www.facebook.com/#!/album.php?aid=2046776&id=1548876635&ref=nf Die Exkursion war ein... Mehr anzeigen
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Die Kriegslage im Osten
(16. August 1915)
Der verzweifelte Widerstand, den die russische Armee auf ihrem Rückzuge leistet, hat kaum Aussicht auf selbst nur geringen Erfolg. Schon sind mehr als drei Viertel des zwischen der Weichsel und dem Bug gelegenen Raumes in den Händen der verbündeten Armeen. Auch die neuen Kämpfe, in welche die Armee von Below mit der von ihr bereits einmal gründlich geschlagenen 5. russischen Armee, die nun Verstärkungen erhalten haben dürfte, im Raume Alesew-Kutschiky an der Lawena und an der Eisenbahn von Ponewjesch nach Dünaburg-Kowarsk verwickelt ist, dürften nur den Charakter von starken Nachhutkämpfen haben. Mehr…

Der Sturm auf die serbischen Donauhöhen
(12. Oktober 1915)
Im Raume zwischen Schabatz und Velki-Gradisch (rund 140 Kilometer in der Luftlinie) haben die Verbündeten sämtliche Streitkräfte auf das serbische Flußufer gebracht und die beherrschenden Höhen erstürmt. Ein Erfolg von hervorragender Bedeutung ist erzielt. Die Landseite östlich von Belgrad nahmen Truppen der Armee v. Köveß, die Höhen im Süden der serbischen Metropole erstürmten deutsche Truppen. Mehr…

Die militärische Lage
(13. Oktober 1915)
Die letzten Tage der Erwartung und der Entscheidung der nunmehr im Mittelpunkt des ganzen Krieges stehenden - oder besser von uns gestellten - Balkanereignisse sind von unseren Gegnern auf allen Kriegsschauplätzen zu verzweifelten Angriffen benutzt worden. Von den Frontabschnitten aber, wo der Feind nicht einmal die Kraft und Energie fand, die Fortsetzung der Durchbruchsschlachten wenigstens zu versuchen, setzten die Gegner mit Eifer sensationelle Meldungen über vergebliche Gegenstöße ganzer deutscher Divisionen und von abenteuerlichen Verlusten der Zentralmächte in die Welt. Mehr…

Der Aufmarsch der Bulgaren
(13. Oktober 1915)
In breiter Front haben bulgarische Truppen die Grenzen Altserbiens angegriffen und - so scheint es - an zahlreichen Stellen überschritten. Der Kampf ist seit zwei Tagen im Gang. Serbien steht im Zweifrontenkrieg. Während auf der ganzen Nordfront des Königreichs deutsche und österreichisch-ungarische Truppen über die Grenzflüsse ins Innere des Landes eingerückt sind, ist ein bulgarisches Heer an der Ostgrenze Altserbiens aufmarschiert. Die Serben sind in schwerster Gefahr. Mehr…

Ermordung deutscher Seeleute durch englische Seesoldaten
(14. Oktober 1915)
Vier Amerikaner, Mitglieder der Mannschaft des Maultierschiffs “Nicosian”, legten eine schriftliche eidliche Erklärung nieder, in der sie schildern, wie die Engländer elf hilflose Mitglieder der Besatzung eines deutschen Tauchbootes kaltblütig ermordet haben. In der eidlichen Erklärung wird zunächst der Angriff des Tauchbootes auf die „Nicosian” beschrieben. Nachdem die Mannschaft die “Nicosian” in Booten verlassen hatte, begann das Tauchboot die Zerstörung der “Nicosian” durch Beschießung. Inzwischen näherte sich ein vorher am Horizont gesichteter Dampfer, auf dessen Außenseite mittschiffs zwei Bretter mit aufgemalter amerikanischer Flagge angebracht waren. Mehr…

Die Schlacht im Westen
(15. Oktober 1915)
Seit Mittwoch stehen unsere Truppen im Artois und in der Champagne im Kampf gegen die dritte große, durch schweres Artilleriefeuer angekündigte Angriffswelle der englischen und französischen Divisionen. Wieder sind gewaltige Stürme über die deutschen Gräben und Schanzen hinweggefegt und wieder haben die standhaften Verteidiger alle Angreifer mit blutigen Köpfen abgewiesen, oder - wo die Engländer an kleinen Stellen bis in die vorderste Linie gelangt waren - sie sind dabei, die Eindringlinge mit Handgranaten zu vertreiben. Mehr…

Die Kriegserklärung Bulgariens
(15. Oktober 1915)
Bulgarien hat nunmehr in aller Form an Serbien den Krieg erklärt. In der amtlichen Erklärung, die darüber an die bulgarischen Vertretungen im Auslande gesandt worden ist, werden Grenzverletzungen, die schon am 11. Oktober in der Nahe von Bielodradschik von serbischen Truppen begangen sind, als die Veranlassung des Kriegsausbruches festgestellt. Von Nisch aus war vor einigen Tagen behauptet worden, die Bulgaren hätten, gleichfalls am 11. Oktober, den Angriff eröffnet. Mehr…

Die russische Offensive
(21. März 1916)
Nach monatelanger Ruhe ist die Kampftätigkeit an unserer Front plötzlich zur höchsten Steigerung neu entfacht worden. Die Russen, die seit langem eine Offensive vorbereiteten, haben die deutschen Stellungen südlich von Dünaburg angegriffen. Ohne Zweifel hängen diese Angriffe mit den Operationen um Verdun zusammen, denn daß die französische Heeresleitung ein starkes Bedürfnis nach Entlastung empfindet, ist eigentlich selbstverständlich und läßt sich auch aus der Presse der Entente herauslesen. Mehr…

Die Fahrten der “Möwe”
(21. März 1916)
Der Kommandant der “Möwe”, Graf Dohna-Schlodien, hatte mit einem Vertreter des “Berliner Lokalanzeiger” eine längere Unterredung, der wir folgendes entnehmen: “Anfangs Januar schwamm die “Möwe” im Atlantik und befand sich noch in gutem Zustand, auch der Gesundheitszustand der Mannschaft war famos, sodaß sie beschloß, etwas Größeres zu unternehmen. Am Mittag des ersten Tages bemerkten wir vor uns Rauchwolken und gleich darauf seitwärts eine neue Rauchwolke. In kurzer Zeit befanden wir uns in der Mitte zwischen zwei englischen Dampfern. Wir setzten Flaggensignale: “Stoppen Sie sofort.” Mehr…

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